Spubbles Quickies #14

Alle zwei Wochen haben wir für euch den kommentierten Rückblick: Was tut sich aktuell in der Branche? Heute mit PocketBook, Selbsthilfegruppen, Twentysix und erprobten Tipps …

PocketBook – Kampf gegen die digitale Steppe

Buchmedia, KNV und Umbreit, die Partner von PocketBook, „trommeln gegen den Tolino“ und forcieren die Werbung für eine dritte E-Reading-Lösung neben Amazon und der Tolino-Allianz. Die „Drei für PocketBook“ wollen damit zeigen, dass jenseits der beiden Anbieter nicht nur digitale Steppe liegt und  bieten Buchhändlern, die sich dem System von Tolino nicht anschließen können oder wollen, eine Alternative. Das könnte klappen. Für Prognosen scheint es aber noch etwas zu früh. Vor allem, weil es für Tolino zurzeit ganz gut läuft …

 

Längst keine Selbsthilfegruppe mehr

Wie Selfpublishing unsere Branche wieder auf die Beine stellt“ erörterte Ralph Möllers in seiner Keynote zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse 2015 in der Self-Publishing Area. Zu Beginn blickte Möllers zurück, in die noch nicht sehr ferne Vergangenheit des Selfpublishings, und ist froh, sagen zu können, dass Zuschussverlage wohl bald gänzlich von der Bildfläche verschwinden werden. Denn die Entwicklung zum selbstverlegenden Autor gehe endlich weg von den Stigmata des „schlechten“ Autors. Ein Selfpublisher zu sein sei nichts mehr wofür man sich schämen müsse. In den letzten Jahren entstanden Service-Firmen, die gegen Bezahlung Dienstleistungen anbieten und den Schritt der Professionalisierung unterstützen. Ein Schritt in die richtige Richtung. Auch Digitalisierung und Kommunikation kommen nicht zu kurz. Eine durchaus lesenswerte Einleitung in die Zukunft des Selfpublishings.

 

Kooperation von BoD und Random House – zum Scheitern verurteilt?

Kurz vor der Frankfurter Buchmesse passiert immer viel, währenddessen auch und danach sowieso. Dieses Jahr haben Books on Demand und die Verlagsgruppe Random House kurz vor der Messe eine Allianz zum Aufbau eines neuen SP-Angebots bekanntgegeben – Twentysix. Bei Indie-Publishing sprechen BoD-Chef Gerd Robertz und Random House-Projektleiter Christian Jünger über ihr neues Projekt und wirken dabei überzeugt von ihrem Angebot. Anders sieht das die Selfpublisherbibel. Laut Matthias Matting sei das Angebot ein einziges Missverständnis. So gehe man anscheinend davon aus, dass Autoren für die vage Möglichkeit, mit ihrem Buch in einem Verlag unterzukommen, freiwillig auf Honorar verzichten würden. Dass das nicht mehr der Fall ist sollte Twentysix wohl bald zu spüren bekommen.

 

Altbewährte Ratschläge

Want to Succeed in Self-Publishing?“ Publishers Weekly weiß, wie es geht, oder gehen kann und liefert deshalb Tipps für Selfpublisher von einem Indie-Autor. So wirklich neu ist das alles nicht … Man sollte seine Zielgruppe kennen und wissen, wo man diese am besten abholen kann. Man sollte den Kostenfaktor im Blick behalten und ja, man sollte wissen, wer man eigentlich ist und wie man sich als Autor positioniert. Vielleicht hilft diese Auflistung ja trotzdem, man kann sich schließlich manches nicht oft genug vor Augen führen.

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