Twentysix – ein Selfpublishing-Verlag

Im Oktober 2015, kurz vor der Frankfurter Buchmesse, launchte Random House seine hauseigene Selfpublishing-Plattform twentysix. Damit bietet die Verlagsgruppe AutorInnen eine weitere Möglichkeit zur Veröffentlichung und Verlagen innerhalb der Random House-Gruppe eine Informationsmöglichkeit zur Autorenakquise. Zur technischen Unterstützung konnte Random House für twentysix den Selfpublishing-Dienstleister BoD als Kooperationspartner gewinnen.

 

Angebot und Verlagsservice

Neben den uns von anderen Selfpublishing-Dienstleistern bekannten Services wie Lektorat, Korrektorat, Coverdesign und Unterstützung beim Buchsatz, bietet twentysix auch den sogenannten exklusiven Verlagsservice an. Dieser beinhaltet das Feedback eines/einer Lektors/Lektorin, Autorencoaching auf den Buchmessen, Messepräsenz der Bücher und die Produktion eines Buchtrailers. Grundsätzlich sollen AutorInnen hier von der Expertise der Random House-Mitarbeiter profitieren können.

Twentysix als Akquiseplattform

LektorInnen nutzen längst nicht mehr nur Zeitungen und Zeitschriften oder den Austausch mit Agenten, um am aktuellen Marktgeschehen dran zu bleiben, sondern auch Social-Reading- und Selfpublishing-Plattformen. Sie suchen über die hauseigenen Selfpublishing-Dienstleister meist nach geeigneter Genreliteratur für die digitalen Verlagsprogramme. Auch bei twentysix haben AutorInnen die Möglichkeit, sich von Verlagen der Random House-Gruppe entdecken zu lassen. Ähnlich wie KiWi, Piper und Carlsen das über neobooks tun. Die LektorInnen beobachten die Entwicklungen auf der Plattform und prüfen Neuerscheinungen auf Verlagspotential. Da keiner der Random House-Verlage über ein eigenes e-only-Label verfügt, wird hier vor allem nach Titeln für das Taschenbuchprogramm und die Ratgeber-Verlage gesucht.

Zusätzlich nominiert bei twentysix eine Jury aus LektorInnen, Marketing- und VertriebsexpertInnen AutorInnen für den exklusiven Verlagsservice (siehe oben). Wer ausgewählt wird, bekommt das Angebot kostenlos zur Verfügung gestellt. Jeden Monat werden hierfür je ein Top-Titel aus dem Bereich Belletristik und Sachbuch ausgewählt, die dann auch entsprechend über Newsletter und Facebook beworben werden.

Fazit

Der Website kann man entnehmen, dass twentysix über die allgegenwertigen Vorteile des Selfpublishing in der Herangehensweise wohl am ehesten mit neobooks vergleichbar ist. Aus Verlagssicht wurden beide Plattformen zur Unterstützung der Akquise aufgebaut. Beziehungsweise werben beide Dienstleister damit, dass sie Expertise aus den angeschlossenen Verlagen in ihr Angebot integrieren – was für AutorInnen, die den Weg in den Verlag suchen, einen zusätzlichen Anreiz darstellt.

Nun ist twentysix eine noch sehr junge Plattform und wir freuen uns, dass sich Yvonne Uelpenich, die unter anderem für die Pressearbeit bei twentysix zuständig ist, sich für ein Interview zur Verfügung gestellt hat. Lest dieses in unserem nächsten Blogbeitrag.

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