Eröffnung der Selfpublishing-Area auf der #fbm17

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Endlich ist es soweit – die Frankfurter Buchmesse öffnet erneut ihre Tore! Ein absolutes Highlight auch für Selfpublisher. Seit es für das Selfpublishing in der Selfpublishing Area eine eigene Bühne gibt, häufen sich die Veranstaltungen, die dieses Segment der Buchbranche näher beleuchten und dessen Entwicklung und vor allem dessen Professionalisierung zur Schau stellen. Auch in diesem Jahr gibt es viele interessante Diskussionsrunden, Vorträge und Workshops. Weiterlesen

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Mygnia – Trial and Error

Marisa Klein

Großes hatte Karl Olsberg vor. 2012 wollte er mit Olaf Voß und Jan-Philip Loos ein Projekt starten, das nichts Geringeres als Wikipedia als Leitbild hatte. Einhergehend mit „Social Writing“ sollte mit einer ganzen Community von Hobby-Autoren eine Fantasiewelt erschaffen werden, etwas, das „viel größer ist als das Werk, das ein einzelner Autor je hervorbringen könnte„. Olsberg ist kein Unbekannter im Bereich des Selfpublishing, hat er doch die erfolgreichen „Würfelwelt“-Romane verfasst. Der Aufbau-Verlag hat zudem einige Thriller von ihm herausgebracht. Das ambitionierte Projekt wurde jedoch bereits Ende 2013 wieder eingestellt … Weiterlesen

Professionalisierung noch in den Kinderschuhen?

roh_04Am Mittwoch um 14 Uhr diskutierten in der Self-Publishing Area in Halle 3.0 Florian Geuppert (epubli), Wolfgang Tischer (literaturcafé), Andreas Ländle (droemer knaur) und Friederike Schmitz (VfLL) über die „Professionalisierung der Selfpublishing-Branche“. Bei der Diskussion ging es in erster Linie darum, was Autoren antreibt und wie sich ihre Einstellung und auch ihr Verhalten gegenüber und im Selfpublishing verändert haben. Ebenso wurden Mechanismen des Markts und verschiedene Optimierungsprozesse besprochen.

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Sind Selfpublishing-Autoren richtige Autoren?

Anna-Carina Blessmann

Mit der steigenden Wichtigkeit des Selfpublishings (SP) ändern sich auch vermeintlich feste Begrifflichkeiten der Literatur- und Buchwissenschaft: Die klassische Definition, nach der der SP-Autor Risiko und Kos­ten von Herstellung und Vertrieb seines (haptischen) Buches selbst trägt, andererseits aber unabhängig ist und den möglichen Gewinn nicht mit einem Verlag teilen muss[1], scheint in Zeiten der Verbreitung von Inhalten im Internet (z. B. via KDP, BoD, epubli etc.) unvollständig zu sein. Kann bei­spielsweise Fanfiction auch als SP bezeichnet werden?

Auch der Begriff des „Autors“ unterlag einem Wandel vom Autor als Individuum in der Antike [2], über die Funktion als bloßer Vermittler im Mittelalter, zum Geniegedanken im 18. Jhdt. und wieder zur Degradierung als Textvermittler im Poststrukturalismus.[3] Grei­fen also bestehende Autorschafts-Theorien auch im SP noch oder bedarf es gar einer neuen?

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Was vom Text übrig blieb

Felicitas Boos

Am vergangen Freitag begrüßten wir Buchwissenschaftler gespannt Germanisten zur gemeinsamen Diskussion zum Thema „Autorschaft“. Unser ausführlicher Austausch über die theoretischen Ansätze mit Timothy Attanucci und Studierenden seines Masterseminars zu diesem Thema sollte unseren Blick schärfen und uns als Ausgangspunkt für unsere kommende Arbeit an einer Theorie des heutigen selbstpublizierenden Autors dienen.

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Eine kleine Geschichte vom Autor im Film

Anna-Carina Blessmann

„Harry Potter“, „Anna Karenina“, „Faust“, „Die Tribute von Panem“ – welches berühmte Buch der Welt- oder Populärliteratur wurde noch nicht verfilmt? Aber wie viel Rowling, Tolstoi und Co. steckt noch in den filmischen Werken, deren literarische Vorlage nicht nur von einem Drehbuchautor in das neue Medium übersetzt wurde – sondern für die auch Regisseur, Kameraleute, Cutter, Beleuchter, Tonleute, Schauspieler und andere hunderte Menschen verantwortlich zeichnen? Wie in der Literatur- stellt sich auch in der Filmkritik die Frage nach Autorkonzepten und auch hier gibt es Parallelen zu den bereits vorgestellten Theorien:

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Ein Leben nach dem Tod? Der Autor kehrt zurück

Christina Greiner-Pachter

“To me, I was using something as though it were a letter in an alphabet. And if artists cannot use things that are already here, this means that I cannot function in an objective realm, that I must be a masturbator, that I have to deal with the self, and I can’t deal in things beyond the self, that I can’t create in the objective realms, I can’t create in the realms of association and create my vocabulary there.” – Jeff Koons

1988 konnte man die Kunstausstellung Banality von Jeff Koons besuchen, in ihr war unter anderem die Skulptur String of Puppies ausgestellt. Koons hatte sich für diese von Art Rogers Postkarte Puppies inspirieren lassen.

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Zwischen Autor und Schreiber?

Christina Greiner-Pachter

„Unsere heutige Kultur beschränkt die Literatur tyrannisch auf den Autor, auf seine Person, seine Geschichte, seinen Geschmack, seine Leidenschaften.“ – Roland Barthes

Anfang Dezember stand Zoe Sugg, eine 24-jährige Bloggerin und YouTuberin, bekannt als Zoella, auf einmal in allen Medien: Die junge Britin hatte es geschafft in der ersten Woche 78.109 Exemplare ihres Debüt-Romans Girl Online zu verkaufen, so viele wie noch keiner seit Beginn der Aufzeichnungen 1998. Dieser Erfolg kann vor allem Zoellas riesiger Fangemeinschaft zugeschrieben werden, alleine auf YouTube folgen ihr 6,5 Millionen Menschen.

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Korrektur vs. Autorintention

Felicitas Boos

Der Weg hin zum Ziel treibt uns in immer dunklere Ecken. Nachdem letzte Woche aus der Gruppendiskussion eindeutig hervorgegangen war, dass der Begriff „Selfpublishing“ nicht unbedingt klar definiert ist und in manchen Bereichen beinahe willkürlich benutzt wird, stießen wir in dieser Woche auf ein anderes Problem. Weiterlesen