Spubbles Quickies #54

Alle zwei Wochen haben wir für euch den kommentierten Rückblick: Was tut sich aktuell in der Branche? Heute mit dem Urheberrecht, dem Storyteller Award, dem Tod des Autors und Fanfiction … Weiterlesen

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Fanfiction verlegen – Potential eines populären Genres für die Buchbranche

Ein Gastbeitrag von Lisa Spägele

Fanfiction ist zwar kein Phänomen der Neuzeit, allerdings gewinnt es mit Hilfe von Plattformen wie Wattpad und Fanfiction.de in den letzten Jahren immer mehr Aufmerksamkeit, so auch im Bereich des Selfpublishings. Deswegen habe ich mich in meiner Bachelorarbeit mit dem Thema Fanfiction verlegen – Potential eines populären Genres für die Buchbranche auseinandergesetzt und untersucht, welchen Nutzen Fanfiction für Verlage haben könnte und ob es einen einfachen Weg gibt Fanfiction zu verwerten, denn nicht immer ist das Urheberrecht klar definiert. Weiterlesen

Das Produkt Wissen – Wirtschafts- oder Kulturgut?

Österreich droht kulturelle Verarmung“, mahnte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am 11. Juni in seiner Stellungnahme zur geplanten Urheberrechtsnovelle der Österreichischen Regierung. Beim buchreport ist gar von der „Enteignung der Wissenschaftsverlage“ die Rede. Kein Wunder, dass die Branche in Angst und Schrecken versetzt wird – schließlich lässt die Österreichische Regierung mit ihrem Gesetzentwurf die ökonomischen Interessen der Verlage deutlich hinter die der Nutzer zurücktreten. Ein Bekenntnis zu Wissenschaft und Forschung, um das auch hierzulande seit Jahren von Seiten der Wissenschaft gerungen wird … Weiterlesen

Once Upon a Time in the Deep Dark Web …

Ann-Christin Schulz

Wer nach Schattenbibliotheken im Deep Web suchen will, sollte Geduld mitbringen und sich noch einmal bewusst machen, dass die Nutzung einer solchen Bibliothek illegal ist. Eine anonyme Quelle hat mich in die Tiefen des Webs mitgenommen und einige Bibliotheken aufgespürt. Doch warum gibt es überhaupt Schattenbibliotheken und wie werden sie betrieben?

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Ein Leben nach dem Tod? Der Autor kehrt zurück

Christina Greiner-Pachter

“To me, I was using something as though it were a letter in an alphabet. And if artists cannot use things that are already here, this means that I cannot function in an objective realm, that I must be a masturbator, that I have to deal with the self, and I can’t deal in things beyond the self, that I can’t create in the objective realms, I can’t create in the realms of association and create my vocabulary there.” – Jeff Koons

1988 konnte man die Kunstausstellung Banality von Jeff Koons besuchen, in ihr war unter anderem die Skulptur String of Puppies ausgestellt. Koons hatte sich für diese von Art Rogers Postkarte Puppies inspirieren lassen.

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Harry Potter und das Urheberrecht der Verdammnis

Samuel Kerber

Vorsichtig spähte Harry um die Ecke des vor ihm liegenden Ganges. Er hatte den Balrog von Morgoth nicht bis in die tiefsten Katakomben des Urheberrechtes verfolgt, um sich in einem Moment der Unvorsichtigkeit einer Unterlassungsklage gegenüber zu sehen. Weiterlesen

Schattenbibliotheken heute – von der Unerlässlichkeit für Wissenschaftler zur Piraterie durch Jedermann

Ann-Christin Schulz

Im digitalen Zeitalter sind sie ein mehr schlecht als recht gewahrtes Geheimnis. Für die Uneingeweihten: Schattenbibliotheken sind Datenbanken, die Links zu Filehostern bereitstellen. Dort finden sich wissenschaftliche Literatur, Belletristik, Hörbücher – sehr viel was es auf dem Buchmarkt zu kaufen gibt, aber auch das, was der Zensur zum Opfer fiel. Weiterlesen

Heureka! Ach nee, doch nich‘.

Wer Selfpublishing sagt, der meint Belletristik. Als wir im Frühjahr unser Projekt damit begannen, mit Fragen und Schlagwörtern um uns zu werfen, schien dies eine unausgesprochene Grundannahme. Sicher, in der Wahrnehmung eines Schriftstellers mag es überlebenswichtig sein, die Früchte seiner Arbeit rezipiert zu wissen. Aber für einen Wissenschaftler ist die Veröffentlichung von Ergebnissen in der Tat von existenzieller Bedeutung. Geforscht wird nicht unter der Käseglocke, Forschung ist immer ein Prozess im Austausch mit anderen. Müssten dann nicht die Algorithmen der Plattformen, auf denen sich die Amateur-Literaten vermehren wie Pilzkulturen, der ideale Nährboden sein für den wissenschaftlichen Diskurs?

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