Wie verändern sich die Geistes- und Kulturwissenschaften im Zuge der Digitalisierung?

Lukas Lieneke

Fotos: mainzed / Sarah Pittroff, CC BY-SA 3.0 DE

Vor dem Hintergrund dieser Frage lud am 29.01.2016 das noch junge Mainzer Zentrum für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften, kurz mainzed, in Kooperation mit der Mainzer Arbeitsstelle Kleine Fächer der JGU zu einer Diskussion mit Publikumsbeteiligung ein. In den Hallen des Museums für Antike Schiffahrt widmeten sich die Diskussionsteilnehmer unter der Moderation von Prof. Dr. Kai-Christian Bruhn, seines Zeichens Direktor von mainzed, in vier Themenblöcken dem Thema „Digitalität und Diversität – die Geisteswissenschaften im Jahr 2026“. Auch das Thema Open Access rückte dabei in den Fokus. Weiterlesen

Christoph Bläsi: Potentiale und Probleme des akademischen Selfpublishings

Lukas Lieneke Open Access-Zeitschriften spielen sicherlich eine der wichtigsten Rollen im akademischen Bereich des Selfpublishings. In unserem Gespräch mit dem Mainzer Buchwissenschaftler Prof. Dr. Christoph Bläsi wollen wir daher der Frage nachgehen, welche Möglichkeiten Open Access für wissenschaftliche Autoren bietet und wo die Grenzen des akademischen Selfpublishing liegen. Weiterlesen

Einfluss gleich Qualität?

Lukas Lieneke

Die Debatte um die Qualität von selbstpublizierter Literatur dürfte so alt sein wie das Selfpublishing selbst und wird trotzdem beständig weitergeführt, ohne zu einem befriedigenden Ergebnis zu kommen. Im Bereich der Belletristik bezieht sie sich in erster Linie auf Formalia wie Orthografie und Typografie, da sich hier die inhaltliche Qualität eines Textes oftmals einer objektiven Bewertung entzieht. Doch auch in der Wissenschaft ist es nicht immer einfach die Qualität eines Beitrags zu bemessen. Weiterlesen

Aktuelle Herausforderungen für Universitätsbibliotheken

Carolin Schenk

In unserer ersten Gruppensitzung im neuen Jahr empfingen wir den Direktor der Universitätsbibliothek Mainz (UB), Dr. Andreas Brandtner. Seit 2011 leitet er die UB und ist gleichzeitig Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Mainz University Press. Im Gespräch mit Dr. Brandtner erhielten wir einen Einblick in die Arbeit der UB Mainz, ihre Open Access-Aktivitäten und die verschiedenen Möglichkeiten von Selfpublishing an der Johannes Gutenberg-Universität. Weiterlesen

Achtung Nonsens – Hat wissenschaftliches Selfpublishing ein Qualitätsproblem?

Lukas Lieneke

Viele Wissenschaftler hegen Vorbehalte gegenüber selbstpublizierten Artikeln und Forschungsergebnissen. Dies liegt unter anderem an der mangelnden Reputation, die in der Wissenschaft nicht unmaßgeblich mit dem Namen des publizierenden Verlags verknüpft ist. Erscheint ein Artikel in einem renommierten Fachverlag, wird ihm, unabhängig von seiner tatsächlichen Relevanz, ein höheres Maß an Bedeutung und wissenschaftlicher Qualität unterstellt, als dies beim Publizieren auf einer verlagsunabhängigen Plattform der Fall wäre. Denn von erstgenannten wird in der Regel ein kompetentes Lektorat und damit ein Qualitätsmerkmal erwartet, das bei unabhängigen Open Access-Zeitschriften in dieser Form nicht immer vorausgesetzt werden kann. Weiterlesen

Open Access als Geschäftsmodell

Lukas Lieneke

Die Idee des Selfpublishing gehört zu den bedeutendsten Publikationswegen im Bereich des Open Access. Unter der glamourösen Bezeichnung »Goldener Weg« verbirgt sich im Open Access-Jargon die Erstveröffentlichung wissenschaftlicher Inhalte in einem elektronischen Medium durch den jeweiligen Autoren – quasi der Inbegriff des Selfpublishing. Doch mittlerweile haben auch die Verlage das mögliche Potential des Open Access für sich entdeckt und ihre Schlüsse daraus gezogen. Weiterlesen

Heureka! Ach nee, doch nich‘.

Wer Selfpublishing sagt, der meint Belletristik. Als wir im Frühjahr unser Projekt damit begannen, mit Fragen und Schlagwörtern um uns zu werfen, schien dies eine unausgesprochene Grundannahme. Sicher, in der Wahrnehmung eines Schriftstellers mag es überlebenswichtig sein, die Früchte seiner Arbeit rezipiert zu wissen. Aber für einen Wissenschaftler ist die Veröffentlichung von Ergebnissen in der Tat von existenzieller Bedeutung. Geforscht wird nicht unter der Käseglocke, Forschung ist immer ein Prozess im Austausch mit anderen. Müssten dann nicht die Algorithmen der Plattformen, auf denen sich die Amateur-Literaten vermehren wie Pilzkulturen, der ideale Nährboden sein für den wissenschaftlichen Diskurs?

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