Deutschlands 1. Selfpublishing-Magazin

Seit über einem Jahr beschäftige ich mich intensiv mit dem Selfpublishing. Wenn ich den Markt genauer betrachte, dann muss ich sagen, es stellen sich viele Wiederholungen ein. Oft findet man die immer gleichen Autoren und Dienstleister bei Podiumsdiskussionen und auch die diskutierte Themenvielfalt wird nur langsam weiter ausgebaut. Das liegt natürlich auch daran, dass immer mehr Autoren in den Markt eintreten und damit die immer gleichen Informationen benötigen.

Umso mehr freue ich mich, wenn ich etwas Neues entdecke. Auf der Buchmesse gab es da durchaus einige Impulse. Ok, nicht wirklich neu, aber dennoch toll finde ich den Podcast von literaturcafe.de. Den schaue ich gerne zur Messenachbereitung und finde Sachen und Interviews, die ich verpasst habe.

Daneben ist dieses Jahr auch das Magazin „der selfpublisher“ einen Blick Wert. Gelesen hatte ich von diesem Magazin schon lange vor der Messe und war durchaus gespannt auf die erste Auflage und ob ich Neues entdecken würde. Da hab ich mich gefreut, als es mir direkt bei der Eröffnungspressekonferenz der Self-Publishing Area in den Schoß gelegt wurde. Der Aufforderung zu einem Feedback auf der ersten Seite der Zeitschrift komme ich daher gerne nach.

https://www.autorenwelt.de/system/files/sp01_u1.jpg

© autorenwelt.de

 

Der Startausgabe des selfpublishers gebe ich die Schulnote (1 = sehr gut, 2 = gut, 3 = befriedigend, 4 = ausreichend, 5 = mangelhaft, 6 = ungenügend):

Eine durchaus gelungene 2, man muss ja noch Luft nach oben lassen.

 

Sehr gut gefällt mir:

Die Erfahrungsberichte von Michael Wäser und Markus Ridder. Für Erfahrungsberichte bin ich sowieso immer zu haben und diese waren dabei noch informativ und lustig.

Außerdem die Coverbeispiele von Michael Wäser – Leben und Sterben eines Covers.

Den Anzeigenteil auf Seite 28, einheitlich ohne Werbeklimbim (und ich hoffe da darf nicht einfach jeder der Geld hat seine „ich biete Lektorat“-Anzeige reinsetzen…).

Die praktisch orientierten Artikel zu Lektorat, Covergestaltung, Schreibtools und Metadaten. Auch wenn diese bei mir (aus streng wissenschaftlicher Sicht) nicht auf das gleiche brennende Interesse stoßen sollten wie bei Autoren. Sie waren schön aufgemacht, ansprechend und tatsächlich praxisorientiert.

Und letztlich danke für die hilfreichen Linktipps unter den entsprechenden Artikeln.

 

Schlecht finde ich:

Viel, viel, viel zu viel Werbung. Aber gut, muss halt sein und sie ist ja durchaus themenspezifisch richtig. Die klassischen Anzeigen kann man ja gedanklich ausblenden. Schwieriger wird es da bei dem ein oder anderen Interview (Amazon, BookRix und neobooks), die doch einer einzigen Werbeanzeige gleichen.

 

Der selfpublisher sollte regelmäßig erscheinen:

Vierteljährlich -> finde ich ausreichend.

Oder zu den Buchmessen im Herbst und im Frühjahr -> wenn ich es dann immer umsonst bekomme…

 

Den selfpublisher würde ich gerne kostenpflichtig abonnieren:

Nein -> im Moment nicht, aber eine Schutzgebühr von 5€ finde ich durchaus vertretbar.

 

Lesen würde ich den selfpublisher am liebsten als:

Print-Magazin -> in der digitalen Selfpublishing-Welt, ja bitte Print für mich.

 

Über folgende Themen würde ich gerne in den nächsten Ausgaben etwas lesen:

Ich würde gerne weiterhin darüber lesen, wie sich Selfpublisher-Autoren selbst sehen und mit ihrer individuellen Situation umgehen.

Außerdem: Einblicke in den internationalen Markt, Lizenzgeschäft

Letztendlich kann man sagen, sehr schönes Magazin. Klar auf die Zielgruppe der Autoren ausgelegt und in dieser Ausgabe angepasst an die häufig besprochenen Themen der Selfpublisher Branche: Professionalisierung und Teamwork der Autoren.

Außerdem ist das Magazin nicht nur auf Grundlageninformationen wie die Entscheidungshilfen für das richtige Schreibtool oder „Der Selfpublisher als Unternehmer“, beschränkt. Auch ich habe hier Themen gefunden, mit denen ich mich noch nicht auseinandergesetzt habe – vielleicht beschäftige ich mich jetzt endlich mal ausführlicher mit dem Thema Metadaten – schön fand ich auch die durchaus interessanten Interviews und Berichte der Autoren sowie die Breite der angesprochenen Themen, die ich mir sonst einzeln aus dem Netz ziehen müsste.

Ich bin gespannt auf die nächste Ausgabe.

„Der selfpublisher, darauf gewartet, gefunden auf der Messe und ALLES gelesen“

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