Spubbles Quickies #68

Alle zwei Wochen haben wir für euch den kommentierten Rückblick: Was tut sich aktuell in der Branche? Heute mit Veränderungen im Selfpublisher-Verband, dem großen A, Umfrageergebnissen und Spartipps …

Starkes Wachstum

Am 2. Dezember fand die Mitgliederversammlung des 2015 gegründeten Selfpublisher-Verbandes statt und vermeldete direkt höchst positive Zahlen: Die Anzahl der Mitglieder hat sich verdoppelt. Inzwischen sind 320 Autoren Mitglied und organisieren sich vermehrt gemeinsam. So gibt es inzwischen viele Regionaltreffen, die Messepräsenz wird intensiviert und es gibt eine neue Online-Meeting-Plattform. Auch personelle Veränderungen wurden auf der Mitgliederversammlung bekannt gegeben: Matthias Matting verlässt den Vorsitz und übergibt an Vera Nentwich (bisher Geschäftsführerin des Verbandes). Matting wird sich jedoch nicht vollkommen zurückziehen sondern ab jetzt im Beirat tätig sein. Außerdem gewann der Selfpublisher-Verband drei neue Fördermitglieder – die Selfpublishing-Plattformen tolino media und Snipsl sowie die Werbeagentur Morian & Bayer-Eynck.

 

Amazon im Buchhandel

Vor kurzem verkündete Amazon Publishing, dass seine deutschsprachigen Titel als Printbücher nun über das Barsortiment KNV verfügbar sein werden und löste damit mal wieder hitzige Diskussionen aus. Wie so oft, wenn Amazon seine Finger im Spiel hat. Nun will Amazon Publishing (nicht zu verwechseln mit Amazon Create Space oder KDP!) also sichtbarer im stationären Buchhandel werden. Das Börsenblatt wettert: „Ihr sägt an dem Ast, auf dem wir sitzen“ und scheint das ganze doch mit Create Space zu verwechseln – denn, Amazon Publishing ist ein Verlagsimprint von Amazon und keine Selfpublishing-Plattform! Das Literaturcafé klärt den Irrtum auf und hinterfragt, warum alle immer Angst vor dem großen A haben. Und sogar in die FAZ schafft es das Thema,  die  Verbindung zwischen  Amazon Publishing und KNV wird hier als Bedrohung für Verlage dargestellt.

Unsere Meinung: Es sollte durchaus kritisch über Amazon diskutiert und die Bewegungen des Unternehmens im Blick behalten werden, aber  schießt man mit solchen Beiträgen nicht etwas über das Ziel hinaus? Lest hier unseren Kommentar.

 

Umfrageergebnisse von eBook Watermark

Vor einigen Wochen widmete sich das Münchner Startup „eBook Water Mark“ den Fragen, ob Autoren, Selfpublisher und Verlage ihre e-Books als Rezensionsexemplare an diverse Zielgruppen verschicken und wie sie ihre e-Books dabei vor Missbrauch schützen. Insgesamt haben 110 Teilnehmer den Fragebogen ausgefüllt – 56 Prozent davon Selfpublisher, 25 Prozent Hybrid-Autoren und 17 Prozent Verlagsmitarbeiter. Nun liegen die Ergebnisse dieser Umfrage vor, die wichtigsten hier in Kürze:

  • 92 Prozent der Befragten verschicken Rezensionsexemplar – 17 Prozent verschicken ausschließlich e-Books
  • Dass e-Books auf illegalen Downloadportalen angeboten werden, ist 80 Prozent der Teilnehmer bewusst
  • Über 25 Prozent der Teilnehmer schützen ihre e-Books
  • 18 Prozent der Befragten nutzen Anti-Piraterie-Services, 15 Prozent nutzen Wasserzeichen

 

So spart man richtig

Ein Buch zu veröffentlichen ist nicht immer billig, je nachdem wie viel ein Selfpublisher auslagert – z.B. das Coverdesign, den Satz und das Korrektorat – kann schon mal eine ordentliche Summe zusammenkommen. Aber es ist nicht nötig, sein Geld zu verprassen. The Digital Reader gibt nun Tipps, wie man als Autor Kosten vermeiden kann. Darunter: Social-Media selbst bespielen, keine Follower kaufen, sondern generieren und bloß keine Services buchen, die vorgaukeln, das Buch direkt auf einer Bestsellerliste zu platzieren. Nate Hoffelder, Autor des Beitrags, hält auch Anti-Piraterie-Services für unnötig. Da würden wohl einige  Teilnehmer der eBook Watermark-Umfrage nicht zustimmen …

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