Ein Abend im Pub

Sebastian Bröhm 

Kiljan stand an der Ecke und wartete. Ein sich stetig verdunkelnder Himmel schaute missmutig auf ihn herab. Es würde bald zu regnen beginnen. Sie waren zum Kaffee verabredet gewesen, doch sie hatte ihn kurzfristig auf den Abend vertröstet. Die Arbeit! Sie schrieb zu der Zeit an einem neuen Buch – und da ist man nicht immer ganz so flexibel, wie sie sich auszudrücken pflegte. Die Wolken sanken immer tiefer, wie ihm schien, und er hoffte, sie würde bald auftauchen. Ihm war kalt. Ein eisiger Wind blies durch die Straßen und kündigte den nahenden Winter an.

„Hallo, Kiljan!“ ertönte plötzlich eine Stimme hinter ihm. Er zuckte zusammen; er hatte sie nicht kommen hören. Weiterlesen