Sind Selfpublishing-Autoren richtige Autoren?

Anna-Carina Blessmann

Mit der steigenden Wichtigkeit des Selfpublishings (SP) ändern sich auch vermeintlich feste Begrifflichkeiten der Literatur- und Buchwissenschaft: Die klassische Definition, nach der der SP-Autor Risiko und Kos­ten von Herstellung und Vertrieb seines (haptischen) Buches selbst trägt, andererseits aber unabhängig ist und den möglichen Gewinn nicht mit einem Verlag teilen muss[1], scheint in Zeiten der Verbreitung von Inhalten im Internet (z. B. via KDP, BoD, epubli etc.) unvollständig zu sein. Kann bei­spielsweise Fanfiction auch als SP bezeichnet werden?

Auch der Begriff des „Autors“ unterlag einem Wandel vom Autor als Individuum in der Antike [2], über die Funktion als bloßer Vermittler im Mittelalter, zum Geniegedanken im 18. Jhdt. und wieder zur Degradierung als Textvermittler im Poststrukturalismus.[3] Grei­fen also bestehende Autorschafts-Theorien auch im SP noch oder bedarf es gar einer neuen?

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Korrektur vs. Autorintention

Felicitas Boos

Der Weg hin zum Ziel treibt uns in immer dunklere Ecken. Nachdem letzte Woche aus der Gruppendiskussion eindeutig hervorgegangen war, dass der Begriff „Selfpublishing“ nicht unbedingt klar definiert ist und in manchen Bereichen beinahe willkürlich benutzt wird, stießen wir in dieser Woche auf ein anderes Problem. Weiterlesen