Sind Selfpublishing-Autoren richtige Autoren?

Anna-Carina Blessmann

Mit der steigenden Wichtigkeit des Selfpublishings (SP) ändern sich auch vermeintlich feste Begrifflichkeiten der Literatur- und Buchwissenschaft: Die klassische Definition, nach der der SP-Autor Risiko und Kos­ten von Herstellung und Vertrieb seines (haptischen) Buches selbst trägt, andererseits aber unabhängig ist und den möglichen Gewinn nicht mit einem Verlag teilen muss[1], scheint in Zeiten der Verbreitung von Inhalten im Internet (z. B. via KDP, BoD, epubli etc.) unvollständig zu sein. Kann bei­spielsweise Fanfiction auch als SP bezeichnet werden?

Auch der Begriff des „Autors“ unterlag einem Wandel vom Autor als Individuum in der Antike [2], über die Funktion als bloßer Vermittler im Mittelalter, zum Geniegedanken im 18. Jhdt. und wieder zur Degradierung als Textvermittler im Poststrukturalismus.[3] Grei­fen also bestehende Autorschafts-Theorien auch im SP noch oder bedarf es gar einer neuen?

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Ein Leben nach dem Tod? Der Autor kehrt zurück

Christina Greiner-Pachter

“To me, I was using something as though it were a letter in an alphabet. And if artists cannot use things that are already here, this means that I cannot function in an objective realm, that I must be a masturbator, that I have to deal with the self, and I can’t deal in things beyond the self, that I can’t create in the objective realms, I can’t create in the realms of association and create my vocabulary there.” – Jeff Koons

1988 konnte man die Kunstausstellung Banality von Jeff Koons besuchen, in ihr war unter anderem die Skulptur String of Puppies ausgestellt. Koons hatte sich für diese von Art Rogers Postkarte Puppies inspirieren lassen.

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