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Zu Gast bei Selfpublishing und Wissenschaft

Auch Wissenschaftler werden oft zu Selfpublishern. Sei es weil Verlage von ihnen neben Druckkostenzuschüssen auch die komplette Einrichtung des Manuskripts, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit verlangen, sei es weil sie Texte auf privaten oder institutionellen Websites publizieren.

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David Oels ist seit 2011 Juniorprofessor am Institut für Buchwissenschaft der Uni Mainz.
Schaut man sich seine Publikationsliste genauer an, finden sich dort Veröffentlichungen in den unterschiedlichsten Formen. Da wäre zum Beispiel die Website sachbuchforschung.de mit der online-Schriftenreihe „Arbeitsblätter für die Sachbuchforschung“, die er seit 2005 betreibt. Die Arbeitsblätter können dort als PDF direkt heruntergeladen werden. Keine Spur von einem Verlagsnamen. Aus genau dem selben Netzwerk rekrutieren sich aber auch die Autoren der Print-Zeitschrift Non Fiktion. Arsenal der anderen Gattungen, die im Wehrhahn-Verlag erscheint und von David Oels herausgegeben wird.

Dies ist vermutlich das plakativste Beispiel dafür, dass die Frage, ob ein Text im Selfpublishing oder bei einem Verlag veröffentlicht wird, gerade im Bereich Fachliteratur weder von der persönlichen Präferenz des Autors abhängt, noch davon, ob dieser irgendwann den Sprung in einen renommierten Verlag geschafft hat oder nicht. Bei Belletristik-Autoren hingegen scheinen genau diese beiden Kriterien maßgeblich und in der Regel kristallisiert sich dort schnell eine Vorzugsvariante für das ganze Werk heraus.

Von David Oels wollen wir es nun ganz genau wissen: Warum will oder muss ein Wissenschaftler überhaupt publizieren und von welchen Faktoren hängt es ab, ob der Text am Ende mit oder ohne Verlagsbeteiligung erscheint?

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Darüber, was wir bei unserem Besuch am 28. November 2014 in Erfahrung bringen konnten, berichten wir in unserem Beitrag „Ein Blick in die Praxis„.

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