Das Produkt Wissen – Wirtschafts- oder Kulturgut?

Österreich droht kulturelle Verarmung“, mahnte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am 11. Juni in seiner Stellungnahme zur geplanten Urheberrechtsnovelle der Österreichischen Regierung. Beim buchreport ist gar von der „Enteignung der Wissenschaftsverlage“ die Rede. Kein Wunder, dass die Branche in Angst und Schrecken versetzt wird – schließlich lässt die Österreichische Regierung mit ihrem Gesetzentwurf die ökonomischen Interessen der Verlage deutlich hinter die der Nutzer zurücktreten. Ein Bekenntnis zu Wissenschaft und Forschung, um das auch hierzulande seit Jahren von Seiten der Wissenschaft gerungen wird … Weiterlesen

Advertisements

Wissenschaftsblogs – Echte Alternative oder bloße Zeitverschwendung?

Kürzlich wurde uns die Frage gestellt, ob wir eigentlich vorhätten, die Ergebnisse unseres Projektes irgendwie zu veröffentlichen. Eine etwas verwirrende Frage, wie wir fanden. Schließlich veröffentlichen wir sie doch schon die ganze Zeit. Hier so, auf dem Blog. Oder zählen Blogs etwa nicht als Kanal für wissenschaftliche Veröffentlichungen? Eine Frage, der wir dringend nachgehen mussten. Weiterlesen

Die liebe Not ums Geld …

Ann-Christin Schulz

Wer nicht gerade ein Millionär ist, kennt das Problem sicher: Geldmangel. Viele Belletristik‑Selfpublisher träumen vom Erfolg ihrer Bücher, um dadurch einen kleinen Nebenverdienst zu ergattern. Wissenschaftler haben diese Möglichkeit in der Regel nicht, Publikationen sind für sie kostspielig. Durch Förderprogramme und Preisgelder werden besonders Nachwuchswissenschaftler ausgezeichnet und ihre finanzielle Situation unterstützt. Auch Studenten haben die Möglichkeit Auszeichnungen zu ergattern, durch gute Leistungen an der Universität oder durch Teilnahme an Wettbewerben. Weiterlesen

Einfluss gleich Qualität?

Lukas Lieneke

Die Debatte um die Qualität von selbstpublizierter Literatur dürfte so alt sein wie das Selfpublishing selbst und wird trotzdem beständig weitergeführt, ohne zu einem befriedigenden Ergebnis zu kommen. Im Bereich der Belletristik bezieht sie sich in erster Linie auf Formalia wie Orthografie und Typografie, da sich hier die inhaltliche Qualität eines Textes oftmals einer objektiven Bewertung entzieht. Doch auch in der Wissenschaft ist es nicht immer einfach die Qualität eines Beitrags zu bemessen. Weiterlesen

Kommerzielle Plattformen – (k)ein Thema für uns?

So endlos und unüberschaubar unser Thema „Selfpublishing in der Wissenschaft“ auch ist, über eines waren wir uns ziemlich schnell einig: Mit Plattformen wie BoD, Kindle Direct Publishing und hausarbeiten.de brauchen wir uns gar nicht erst zu beschäftigen. Aus gegebenem (und ziemlich unerwartetem) Anlass standen wir allerdings plötzlich vor der Aufgabe, genau dazu eine Erklärung abzugeben. Eine, die irgendwie etwas reflektierter und ausführlicher klingt, als „Das hat ja nun wirklich nichts mit wissenschaftlichem Publizieren zu tun.“ Weiterlesen

Aktuelle Herausforderungen für Universitätsbibliotheken

Carolin Schenk

In unserer ersten Gruppensitzung im neuen Jahr empfingen wir den Direktor der Universitätsbibliothek Mainz (UB), Dr. Andreas Brandtner. Seit 2011 leitet er die UB und ist gleichzeitig Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Mainz University Press. Im Gespräch mit Dr. Brandtner erhielten wir einen Einblick in die Arbeit der UB Mainz, ihre Open Access-Aktivitäten und die verschiedenen Möglichkeiten von Selfpublishing an der Johannes Gutenberg-Universität. Weiterlesen

Repositorien – Alles im Grünen Bereich?

Im Bereich Wissenschaft gibt es wohl kaum einen Veröffentlichungsweg, der dem Begriff „Selfpublishing“ besser gerecht werden kann, als die Selbstarchivierung. Der „Graue Weg“, die individuelle Selbstarchivierung auf der eigenen Homepage, kommt dem Aspekt der völlig unabhängigen und selbständigen Veröffentlichung dabei am nächsten. In puncto Reichweite lässt er jedoch stark zu wünschen übrig. Wesentlich vielversprechender sind dahingehend institutionell unterhaltene Dokumentenserver, sogenannte Repositorien. Diese sind, ebenso wie Open Access-Journals, eine Variante, auf dem „Grünen Weg“ zu publizieren. Weiterlesen

Ein Blick in die Praxis

Lukas Lieneke

Um einen Einblick in die Perspektive des wissenschaftlichen Autors zu erhalten, waren wir am 28.11.2014 zu Gast bei David Oels, seines Zeichens Buchwissenschaftler an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und unter anderem Betreiber der Seite sachbuchforschung.de. Dabei wurden neben den Ursprüngen des wissenschaftlichen Schreibens auch dessen Geschichte, Bedeutung und die Motive der Autoren thematisiert.

Weiterlesen

Selfpublishing in der Wissenschaft: Was bisher geschah …

Selfpublishing scheint auf den ersten Blick auch jenseits der Belletristik attraktiv zu sein: Jeder Wissenschaftler kann seine Forschungsergebnisse zügig veröffentlichen, ohne sich bei Verlagen durch langwierige und teilweise fragwürdig argumentierende Entscheidungsprozesse quälen zu müssen. Um beurteilen zu können, inwiefern sich diese Methode durchsetzen kann, haben wir in den bisherigen Sitzungen untersucht, welche Erwartungen und Anforderungen überhaupt an wissenschaftliche Publikationen gestellt werden. Weiterlesen

Unterdessen, andernorts …

„Wir reden nicht drüber, wir machen’s einfach!“ teilte mir Hanne Mandik grinsend mit, als ich ihr von unserem Selfpublishing Projekt erzählte. Und in der Tat: Während Gruppe 3 sich mit viel kreativem Ehrgeiz dem Selbstversuch beim Belletristik-Giganten kdp unterzieht, setzen die Kommilitonen im Parallelkurs das in die Praxis um, worüber wir in Gruppe 6 seit Wochen theoretisch fachsimpeln: „Selfpublishing in der Wissenschaft“. Und darüber bloggen … tun sie auch:

Initialen. Das Verlagslabor der Buchwissenschaft Mainz.

(c) initialen.wordpress.com

(c) initialen.wordpress.com