Was vom Text übrig blieb

Felicitas Boos

Am vergangen Freitag begrüßten wir Buchwissenschaftler gespannt Germanisten zur gemeinsamen Diskussion zum Thema „Autorschaft“. Unser ausführlicher Austausch über die theoretischen Ansätze mit Timothy Attanucci und Studierenden seines Masterseminars zu diesem Thema sollte unseren Blick schärfen und uns als Ausgangspunkt für unsere kommende Arbeit an einer Theorie des heutigen selbstpublizierenden Autors dienen.

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Eine kleine Geschichte vom Autor im Film

Anna-Carina Blessmann

„Harry Potter“, „Anna Karenina“, „Faust“, „Die Tribute von Panem“ – welches berühmte Buch der Welt- oder Populärliteratur wurde noch nicht verfilmt? Aber wie viel Rowling, Tolstoi und Co. steckt noch in den filmischen Werken, deren literarische Vorlage nicht nur von einem Drehbuchautor in das neue Medium übersetzt wurde – sondern für die auch Regisseur, Kameraleute, Cutter, Beleuchter, Tonleute, Schauspieler und andere hunderte Menschen verantwortlich zeichnen? Wie in der Literatur- stellt sich auch in der Filmkritik die Frage nach Autorkonzepten und auch hier gibt es Parallelen zu den bereits vorgestellten Theorien:

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Ein Leben nach dem Tod? Der Autor kehrt zurück

Christina Greiner-Pachter

“To me, I was using something as though it were a letter in an alphabet. And if artists cannot use things that are already here, this means that I cannot function in an objective realm, that I must be a masturbator, that I have to deal with the self, and I can’t deal in things beyond the self, that I can’t create in the objective realms, I can’t create in the realms of association and create my vocabulary there.” – Jeff Koons

1988 konnte man die Kunstausstellung Banality von Jeff Koons besuchen, in ihr war unter anderem die Skulptur String of Puppies ausgestellt. Koons hatte sich für diese von Art Rogers Postkarte Puppies inspirieren lassen.

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Zwischen Autor und Schreiber?

Christina Greiner-Pachter

„Unsere heutige Kultur beschränkt die Literatur tyrannisch auf den Autor, auf seine Person, seine Geschichte, seinen Geschmack, seine Leidenschaften.“ – Roland Barthes

Anfang Dezember stand Zoe Sugg, eine 24-jährige Bloggerin und YouTuberin, bekannt als Zoella, auf einmal in allen Medien: Die junge Britin hatte es geschafft in der ersten Woche 78.109 Exemplare ihres Debüt-Romans Girl Online zu verkaufen, so viele wie noch keiner seit Beginn der Aufzeichnungen 1998. Dieser Erfolg kann vor allem Zoellas riesiger Fangemeinschaft zugeschrieben werden, alleine auf YouTube folgen ihr 6,5 Millionen Menschen.

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Korrektur vs. Autorintention

Felicitas Boos

Der Weg hin zum Ziel treibt uns in immer dunklere Ecken. Nachdem letzte Woche aus der Gruppendiskussion eindeutig hervorgegangen war, dass der Begriff „Selfpublishing“ nicht unbedingt klar definiert ist und in manchen Bereichen beinahe willkürlich benutzt wird, stießen wir in dieser Woche auf ein anderes Problem. Weiterlesen

Der Autor, der große Unbekannte

Leonie Höckbert

Mit dem Begriff „Autor“ gehen wir heute so selbstverständlich um, dass es zunächst unnötig erscheint, nach seiner Bedeutung zu fragen. Doch manchmal ist es für die tiefere Auseinandersetzung mit einem Thema hilfreich, wenn nicht gar notwendig, einen Schritt zurück zu treten und den eigenen Definitionshorizont eines als bekannt vorausgesetzten Begriffs zu betrachten.

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