Fundstück: „Keiner trennt uns“

Marisa Klein

Für dieses Fundstück begebe ich mich diesmal auf ein für mich unbekanntes Terrain: Liebesromane. Das Thema Liebe wird auf verschiedenste Arten und Genres im Selfpublishing behandelt: ob Fantasy, Science-Fiction, Krimi oder Erotik – die Leserinnen und Leser können von Romantik nicht genug bekommen. Grund genug, mir den ersten Band der beliebten „Keiner-Reihe“, „Keiner trennt uns“, der Autorin Jana von Bergner zu Gemüte zu führen. Es wurde Zeit! Die Geschichte dreht sich um Hanna, die sich nach dem Tod ihrer Eltern um ihre drei Geschwister kümmern muss. Dabei steht ihr Polizist Mark zur Seite, der allerdings etwas zu verbergen hat.

Keiner-trennt-uns-06.04.2018

© Jana von Bergner

Eine Nachricht verändert alles

Das Leben der Medizinstudentin Hanna ändert sich von einem Moment auf den anderen schlagartig, als Polizist Mark und ein Kollege mit einer erschütternden Nachricht vor ihrer Tür stehen: ihr Vater hat einen tödlichen Herzinfarkt erlitten. Die junge Frau, deren Mutter bereits vor Jahren verstorben ist, ist nun mit ihren drei Geschwistern auf sich alleine gestellt. Es beginnt eine Zeit voller Trauer und Sorgen, denn die erst 21-jährige Hanna muss um das Sorgerecht für ihre drei Geschwister kämpfen. Zwar würde ihre Tante Yvonne die beiden minderjährigen Geschwister Emma und Mika aufnehmen. Doch dadurch würde die Familie auseinander gerissen. Hanna stellt sich und ihre Zukunft hinten an, um ihre Familie mit allen Mitteln zusammenzuhalten. Unerwartete Unterstützung erfährt sie hierfür von Mark, der ihre Situation nur allzu gut verstehen kann. Wie man sich auch als absolut ungeübte Liebesromanleserin denken kann: hier kommt die Lovestory ins Spiel.

Im Kampf um die große Liebe

Marks Traum, zum Sondereinsatzkommando zu gehen, wird von seiner Zuneigung zu Hanna und dem Drang ihr zu helfen auf eine harte Probe gestellt. Abgesehen davon hat er noch mit einigen Dämonen aus seiner Vergangenheit zu kämpfen. In Verbindung mit Hannas Gefühlschaos rund um den Sorgerechtsstreit, der Trauer um ihren Vater und der Überforderung durch die Betreuung ihrer drei Geschwister ergibt sich für die beiden Protagonisten ein Weg voller Hindernisse, aber auch der großen Emotionen. Welche Rolle spielt Marks Vergangenheit? Werden Hanna und Mark trotz der Widrigkeiten zueinander finden? Das möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.

Ein bisschen Kitsch muss sein

Obwohl ich mit Liebesromanen überhaupt nichts anfangen kann, habe ich „Keiner trennt uns“ in einem Rutsch gelesen. Natürlich kam die Romantik (und die Erotik) nicht zu kurz, doch der mitreißende Kampf Hannas um ihre Familie und Marks Geheimnisse waren ein guter Gegensatz zu den Liebesszenen. Die Beschreibung der Liebesszenen empfand ich aufgrund der Wortwahl allerdings als etwas holprig. Jana von Bergner hat es dennoch geschafft, die Balance zu halten und nicht nur die Beziehung in den Vordergrund zu stellen. Gut gefallen hat mir auch, dass die Geschichte abwechselnd aus Marks und Hannas Perspektive erzählt wurde. So lernt man beide Charakter kennen und deren Sichtweise auf den jeweils anderen. Ein romantisches Buch mit einer durchdachten Story – auch für Liebesroman-Neulinge wie mich zu empfehlen!

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