Spubbles Quickies #78

Alle zwei Wochen haben wir für euch den kommentierten Rückblick: Was tut sich aktuell in der Branche? Heute mit Amazon und dem Buchhandel, einem Rückblick, Reichweite und dem Deutschen Selfpublishing-Preis …

Marah Woolf über Buchhandel und Amazon

Nachdem die Selfpublisherin Marah Woolf auf ihrem Blog auf einen Brief einer Buchhändlerin antwortete, entstand ein regelrechter Shitstorm um sie und die Frage, ob SelfpublisherInnen durch ihre Aktivitäten auf Amazon dem stationären Buchhandel schaden. Dabei ging es Woolf eher um Überlegungen zur Förderung der Kreativität auf dem deutschen Buchmarkt sowie Ideen, wieder mehr (vor allem junge) Menschen als LeserInnen zu gewinnen. Im Börsenblatt stellt die Autorin nun abseits der hitzigen Diskussionen auf ihrem Blog ihr Anliegen erneut vor. Sie warnt davor, dass man es sich mit Schuldzuweisungen an Amazon etwas zu einfach mache…

 

Früher war alles besser!

Oder? Matthias Matting stellt das Selfpublishing im Bezug auf die allseits bekannte Floskel auf den Prüfstand und vergleicht, was sich seit 2011 im Selfpublishing so getan hat. 2011 kam der Kindle auf den deutschen Markt und die Kindle-Shops gingen Online. Das e-Book war nicht neu, dennoch war der Erfolg von KDP beeindrucken und überraschend. Das über Amazon das Selfpublishing mehr und mehr in Gang kam, lag zum einen an den neugierigen LeserInnen. Zum anderen an den AutorInnen, die plötzlich eine einfache Möglichkeit hatten, ihre bereits geschriebenen Texte schnell zu veröffentlichen und mit kleinen Verkaufspreisen relativ angemessene Gewinne zu erzielen. Grundsätzlich funktioniert das immer noch so, allerdings ist die Masse an Selfpublishing-Titeln, die täglich im Netz landen kaum mehr zu überblicken. Erfolgreich sein, kann heute vor allem der/diejenige, der/die sich professionalisiert. Qualität wird den LeserInnen immer wichtiger, auch bei Büchern für 0,99 Euro.

Geschenke für mehr Reichweite?

Ja, es gibt heute unglaublich viele Selfpublishing-Titel. Zum großen Teil verkaufen AutorInnen ihre Bücher aufgrund ihrer Reichweite. Was Reichweite eigentlich genau ist, beschreibt ein Blogbeitrag auf augenschelm.de. Der Fokus liegt in dem Beitrag auf der Frage, ob man Bücher verschenken oder „umsonst“ an Veranstaltungen teilnehmen sollte, um Reichweite zu erlangen.  Nein, ist das klare Statement. Die AutorInnen sollten sich bewusst machen, dass ihre Bücher ihre Produkte sind und keine Werbemittel wie Kullis mit Logo. Fazit:

Reichweite ist kein Selbstzweck. Kein Unternehmen verschenkt Produkte für Reichweite. Reichweite ist ein Mittel, um sein (kostenpflichtiges) Produkt möglichst vielen Menschen bekannt zu machen.

Der Deutsche Selfpublishing-Preis

Man merkt, dass die Frankfurter Buchmesse näher rückt, da inzwischen mehr und mehr über die Ausschreibungen der verschiedensten Literaturpreise gesprochen wird. Vor kurzem startete auch der Kindle-Storyteller-Award in eine nächste Runde. Ebenso der Deutsche Selfpublishing-Preis, der im letzten Jahr zum ersten Mal vergeben wurde. Die Selfpublisherin Vera Nentwich erläutert auf ihrem Blog nun, warum dieser Preis wichtig für das Selfpublishing ist und wie er sich von den anderen Preisen unterscheidet. Ihre Pro-Argumente: der Preis sensibilisiert den Buchhandel, zeichnet Printbücher aus, er ist von SelfpublisherInnen für SelfpublisherInnen, lockt nicht mit Verlagsverträgen und es gibt keine Genreeinschränkungen. Nentwich ruft SelfpublisherInnen dazu auf, unbedingt mitzumachen (ab 1. Juni können sich Interessierte bewerben).

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