Allan J. Stark: „Ich will als Selfpublisher Erfahrungen sammeln…“

Marisa Klein

Gestern stellten wir Allan J. Starks „Scavengers 1: Weltenkiller“ als unser neues Fundstück vor. Nun spricht Stark in unserem Interview unter anderem über seinen Erzählkosmos und warum er seine Bücher einerseits im Selfpublishing, andererseits im Verlag veröffentlicht.

Spubbles: Sie schreiben seit 1985 an Ihrer Reihe über die abenteuerlustigen Schrotthändler und haben einen ganzen Kosmos erschaffen. Wie behalten Sie den Überblick über Erzählstränge und Charaktere?

Allan J. Stark: Der Überblick ist nicht einfach. Ich habe verschiedene Notizbücher um Namen, Orte und Handlungsstränge zu fixieren. Die Notizen habe ich sowohl digital als auch auf Papier festgehalten. Zu anfangs waren meine Geschichten Erzählungen, die keinen Bezug zueinander hatten und die ich erst später in einen Zusammenhang gebracht habe. Das war eine Menge Arbeit und machte es notwendig, ein Lexikon zu erstellen, das schon einen beachtlichen Umfang besitzt. Inzwischen muss ich immer öfter darin nachsehen, wenn ich meine Helden auf abenteuerliche Reisen schicke.

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© Allan J. Stark

Der Papierverzierer Verlag startete mit Ihrer „Asgaroon“-Reihe, andere Werke veröffentlichen Sie im Selfpublishing. Ist diese Aufteilung bewusst gewählt?

Ja. Ich will als Selfpublisher Erfahrungen sammeln und inzwischen kann man derart viele Werkzeuge nutzen, um sich von Verlagen unabhängig zu machen. Besonders in Sachen Werbung sind die sozialen Netzwerke eine große Hilfe. Allerdings – und das ist ein großer Nachteil – muss man die Kosten für das Lektorat selber tragen. Im besten Fall hat man Freunde, die sich als Probeleser und Lektoren zur Verfügung stellen. Sie schreiben dann in der Regel auch die ersten Rezensionen.

Wie haben Sie Ihre „Anfänge“ im Selfpublishing erlebt?

Holprig. Im Internet wird auf verschiedenen Portale verwiesen, die einem bei der Veröffentlichung helfen sollen. Da deren Abrechnungsmethoden und Gebührenmodelle jedoch sehr kompliziert sind, habe ich mich entschlossen nur auf Amazon zu veröffentlichen. Das passt ganz gut und die Leute dort sind sehr kompetent, wenn es Probleme gibt.

Was ist der größte Unterschied zum Selfpublishing heute?

Dazu kann ich nicht viel sagen. Ich habe erst im Herbst 2016 mit dem Selfpublishing angefangen. Ich denke jedoch, dass es, wie ich zu Beginn schon sagte, die vielen digitalen Werkzeuge sind, die das ganze heute einfacher machen. Schreibprogramme, zum Beispiel, die mit ihren Korrektur-Tools eine gute Rechtschreibung ermöglichen.

Print oder eBook – Was ist ihr Favorit?

Inzwischen mag ich beides. Print hat seine eigene Faszination, denn es verleiht den Gedanken eine quasi physische Präsenz. Es fühlt sich gut an, ein Buch in der Hand zu haben und durchzulesen. Besonders am Strand gibt es nichts Besseres. Ebook findet jedoch schnellere und unkompliziertere Verbreitung, was ich mittlerweile sehr schätze. Ich habe dadurch die meisten meiner Leser gewonnen.

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