Leser begeistern und aktivieren mit Marah Woolf

Unsere erste Veranstaltung auf der Leipziger Buchmesse war das Autorengespräch am Stand von KDP mit Marah Woolf. Moderiert wurde das Gespräch von Frank Euler, Head of Kindle Direkt Publishing. Der Stand war gut besucht und eine interessierte Leserschaft freute sich darauf Marah Woolf zuzuhören.

Marah wurde zum Thema Fan-Management und Aktivierung einer Fangemeinde interviewt.

Zu Beginn wurde ihr die Frage gestellt, über welche Kanäle sie mit ihrer Leserschaft kommuniziert. Marah nutzt hierfür beispielsweise ihren Blog, Facebook aber auch Instagram. Für sie ist es auch wichtig, dass ihre Fans leicht einen Weg finden mit ihr in Kontakt zu treten. Dabei bemerkt sie, dass jede Leserschaft und Zielgruppe ihren eigenen Kanal nutzt. Fans kontaktieren sie vor allem über den Blog oder Facebook aber auch die Kontaktdaten, die sie in jedem Buch hinterlässt nehmen viele in Anspruch. Über Instagram erreicht sie vor allem die junge Leserschaft. Sie selbst habe sich am Anfang schwer getan mit Instagram, hat aber zum Glück mit Hilfe und Tipps aus der Familie mehr Likes generieren können, als sie zunächst vermutete.

Marah versucht ihre Leser nicht über Preisaktionen zu generieren, sondern setzt ganz auf die Leserbindung. Leserbindung entsteht ihrer Meinung nach durch Beständigkeit. Also keine allzu langen Pausen zwischen den Büchern, immer an neuen Projekten feilen und schreiben, schreiben, schreiben. Natürlich gilt es abzuwägen zwischen der Kürze der Veröffentlichungszeiträume und der Qualität des Buches. Manche Bücher brauchen mehr Zeit, um zu reifen, hierfür bittet sie ihre Leser um Verständnis. Beständigkeit zeigen auch ihre Ideen für 18 weitere Buchprojekte und das Ziel in diesem Jahr noch drei Bücher zu veröffentlichen. Die Vielfalt an Ideen entsteht duch das Schreiben selbst. Während sie das eine Buch schreibt, entwickelt sie bereits Ideen für ein neues und sitzt somit nie vor einem weißen Blatt, wenn sie ein neues Buch beginnt.

Weiterhin wurde ihr die Frage nach ihrer eigenen Kritikfähigkeit gestellt. Wie geht sie mit Feedback ihrer Leser um? Nimmt sie Vorschläge zu Textänderungen an? Eher nicht lautet ihre Antwort. Wenn sie ein Buch veröffentlicht, ist dieses fertig und an dem Plot möchte sie nichts mehr ändern. Testleser während der Schreibphase helfen, denn – und das gibt sie ohne Umschweife zu – ihre Leser kennen ihre Bücher zum Teil besser als sie selbst. Und zum Glück sind grobe Unstimmigkeiten innerhalb der Geschichte im E-Book schnell ausgebessert.

Zum Umgang mit Kritik, die wenig konstruktiv ist, rät sie von einer öffentlichen Stellungnahme ab; beziehungsweise rät sie davon ab als Autor seinen Ärger darüber öffentlich kundzutun. Sie freut sich über konstruktive Kritik allerdings endet ihr Verständnis, wenn andere Autorenkollegen ihre Bücher schlecht machen. Man sitze ja schließlich im gleichen Boot.

Zum Schluss gab sie noch ihre Top drei Ratschläge für die Veröffentlichung im Selfpublishing:

  1. Bereiten sie die Veröffentlichung ordentlich vor. Setzen sie eine Autorenwebsite auf und bereiten sie die Facebookseite schon einmal vor. Beteiligen sie sich bereits im Voraus an Diskussionen, Bücherrunden, Communities und Facebookgruppen zum Thema Buch.
  2. Netzwerken sie! Beteiligen sie sich in Communities für Schreibende und Autoren. Viele bereits erfahrende Selfpublisher können hilfreiche Ratschläge geben.
  3. Achten sie bei ihrem Buch auf die Qualität. Lektorat und ein gutes Cover überzeugen den Leser.

 

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