Fundstück: „Mord en Rose“ – die Globetrotter-Krimi-Serie

Marisa Klein

Die Selfpublisherin Bernadette Olderdissen ist durch ihre Arbeit als Lehrerin für DaF am Goethe-Institut schon viel in der Welt rumgekommen. Ihre Erlebnisse aus den verschiedensten Ländern und Kulturen sind Inspiration für ihre Texte. In unserem Fundstück dieser Woche geht es um den ersten Band ihrer Globetrotter-Krimi-Serie, „Mord en Rose“. Spannend an der Serie ist besonders die Idee, jedes Buch der Reihe in einem anderen Land spielen zu lassen. So können die Leser in verschiedene Länder eintauchen und vor immer neuer Kulisse den Abenteuern der Figuren folgen. Neben Frankreich lässt Olderdissen ihre Heldin in zwei weiteren Bänden dunkle Machenschaften in Finnland und Brasilien untersuchen.

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© Bernadette Olderdissen

Die Autorin und Reisejournalistin Kira Tolle findet sich frühmorgens am Flughafen in Athen unversehens neben einer Leiche, vormals Journalist Henri Legrand, wieder. Da sie (zufällig, versteht sich) dessen Adresse in Frankreich auf seinem Gepäckstück erspähen kann, beschließt sie kurzerhand ihr neues Reiseziel: Toulouse! Schließlich schreit der Fall des toten Franzosen nach Aufklärung und könnte doch als eine interessante Vorlage für einen neuen Krimi dienen.

Wie mischt man sich also am besten in die Angelegenheiten fremder Familien ein? Richtig, man gibt sich als Internet-Bekanntschaft des Toten aus. So gerät Kira nicht nur in die undurchsichtigen Beziehungen der Familie des Toten, sondern muss sich später sogar noch mit weiteren Mordfällen herumschlagen.

Ein wenig „Herz“ darf nicht fehlen, was die Autorin mit den Plänkeleien zwischen dem Architekten (und pikanterweise dem Bruder des Verstorbenen) Yoan Legrand und Hobbydetektivin Kira ohne zu viel Kitsch gelungen in die Handlung einflechtet.

Mit Witz und erstaunlicher Leichtigkeit leitet Olderdissen den Leser durch den mörderischen Sumpf in Toulouse. Das Ende war selbst für eine passionierte Krimileserin wie mich durchaus überraschend. Der Stil war mir persönlich hier und da etwas zu profan, was aber dank der durchdachten Story eher zur Nebensache wird. Wer gerne in fremde Kulturen eintaucht und nebenbei noch gerne an Mordfällen herumknobelt, kommt hier auf seine Kosten.

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