Autorenmarke im Selfpublishing

K9A5L8RS2ANRM8GNTYT3_prvw_R1_59664

Lukas Lieneke

Ob mit oder ohne die Unterstützung eines Verlags – bei einem Buchmarkt mit tausenden Neuerscheinungen pro Jahr müssen Autoren nach Wegen suchen, um auf sich aufmerksam zu machen. Das Marketingkonzept vom Autor als Marke und Aushängeschild hat dabei in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Auf der Selfpublishing-Area Stage wurde deshalb einmal zusammengetragen, wie ein Autor für seine Zielgruppe zu einer unverkennbaren und einzigartigen Marke werden kann.

Wie wird ein Autor zur Marke?

Um diese Frage zu klären, hatte tolino media am Samstagmittag Marketingexpertin Tanja Rörsch und Autor Dany R. Wood zum Gespräch auf der Selfpublishing-Area Stage geladen. Sowohl Rörsch als auch Wood haben beide reichlich praktische Erfahrung auf dem Gebiet der Autorenvermarktung: Rörsch als Leiterin der Agentur mainwunder, die Autoren und Verlage unter anderem dabei unterstützt auf dem Markt sichtbar zu machen; Wood als Comedy-Autor, der sich erfolgreich als Marke auf dem Buchmarkt etabliert hat.

IMG-20171014-WA0000

Dany R. Wood und Tanja Rörsch auf der Bühne der Selfpublishing-Area

Was genau sich hinter der Bezeichnung „Autorenmarke“ versteckt, wurde gleich zu Beginn des Interviews von beiden Gesprächsteilnehmern festgehalten: Im Mittelpunkt steht der Wiedererkennungswert des Autors, durch den er sich abhebt und damit für seine Leser unverwechselbar wird. Die in der Buchbranche generell starke Verknüpfung vom Autor und seinem Buch ist dabei im Selfpublishing noch einmal um einiges deutlicher ausgeprägt. Aus diesem Grund ist gerade in diesem Bereich das richtige Autorenmarketing von Bedeutung. So müsse sich laut Rörsch jeder Autor fragen: Wer bin ich und was ist das Besondere an mir und meinen Büchern? Die Herausforderung liegt dabei darin, sich selbst für andere interessant darzustellen, ohne dabei seine eigene Authentizität einzubüßen.

Auf die Story kommt es an

Ein gutes Beispiel für das Kreieren einer Autorenmarke stellt Dany R. Wood dar. Die Tatsache, dass sich Anfangs kein Verlag bereit erklärte, seine Bücher zu veröffentlichen, hat Wood inzwischen zu einem ironischen Merkmal seiner Autorenmarke gemacht. Weitere Besonderheiten sind seine Aktivität als Reiseautor sowie seine wiederkehrenden Bezüge auf seine saarländische Herkunft. Um auf sich selbst aufmerksam zu machen und für die Presse interessant zu werden, brauche man außerdem eine gute Story hinter seinem Buch und der eigenen Person, so Wood. Dies sei im Selfpublishing umso wichtiger, als dass hier kein Verlag die Pressearbeit für einen übernehme, sondern man sich selber um Rezensionen, Berichte und Interviews bemühen müsse, um wahrgenommen zu werden.

Die Entwicklung einer Autorenmarke beschränkt sich allerdings nicht nur auf die Person des Autors und seiner Biographie. Auch die äußere Gestaltung seiner Bücher – ihr Titel, ihr Buchcover, das Autorenfoto und sogar der Autorenname bzw. sein Pseudonym – wecken beim Lesen bestimmte Erwartungen und sollten deshalb auf das Profil des Autors abgestimmt sein. Solche Wiedererkennungswerte, wie ein eingängiges Cover-Layout bei Serien oder eine genretypische Motivwahl, helfen dem Leser sich zu orientieren und stärken außerdem die Autorenmarke.

 

 

Advertisements

Ein Kommentar zu “Autorenmarke im Selfpublishing

  1. Pingback: Aus Paulas Schreibtagebuch: Paula Grimms Autorenmarke? – Paula Grimms Schreibwerkstatt!

kommentieren

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s