Spubbles Quickies #57

Alle zwei Wochen haben wir für euch den kommentierten Rückblick: Was tut sich aktuell in der Branche? Heute mit dem e-Book Verkauf, Statistiken von Smashwords, Amazon und dem Selfpublisher als Marke …

Mit dem e-Book in die Zukunft

Karl-Ludwig von Wendt widmet sich auf dem bookbytes-Blog des Börsenblatts ausführlich dem e-Book. Anlass ist das so oft postulierte Ende des e-Books aufgrund von sinkenden e-Book Downloads, Streaming und der geringen Bereitschaft angemessene Preise für digitale Bücher zu bezahlen. Doch ist die Zeit des e-Books wirklich vorbei? Nee! Oder? Von Wendt sieht drei Möglichkeiten für die Buchbranche:

  1. Das digitale Lesen stärker an das gedruckte Buch knüpfen (als Beispiel bringt von Wendt hier Papego an)
  2. Mehr Brücken zwischen dem Lesen und den Konkurrenzmedien (Videoserien, Computerspiele) schlagen
  3. Amazons Kindle Unlimited/Prime etwas Adäquates entgegensetzen

 

Neue e-Book Statistiken

Passend zum Thema „Untergang des e-Books“ hat der US-Distributor Smashwords seine jährliche Statistik veröffentlicht, die alle möglichen Daten rund um das e-Book bereitstellt. Ganz so schlecht sieht es da aber gar nicht aus … Matthias Matting hat die Präsentation auf der Selfpublisherbibel hochgeladen und schon mal die wichtigsten Punkte herausgesucht. Unter anderem wurde ermittelt, dass Liebesromane 49 Prozent aller Smashwords-Verkäufe ausmachen, das Sachbuch hingegen nur 12 Prozent. Der empfehlenswerte Verkaufspreis für Bücher aller Genres liegt zwischen 2,99 und 4,99 US-Dollar. Außerdem stellte Smashwords fest, dass sich vorbestellbare Bücher häufig zu Bestsellern entwickeln – ganz klar ist hier allerdings nicht, ob diese Bücher zu Bestsellern werden, weil sie vorbestellbar sind, oder ob die Bücher vielleicht eher deshalb vorbestellt werden, weil zuvor bereits ein Bestseller von dem Autor erschienen ist.

 

Überall ist Amazon

Die Süddeutsche Zeitung hat sich erneut Amazon bzw. Amazon-Chef Jeff Bezos zur Brust genommen. Grund ist, dass Amazon immer mächtiger wird und sich in mehr und mehr Lebensbereiche der Gesellschaft einmischt. Mehrere Buchhandlungen hat Amazon in den USA schon eröffnet, vor kurzem übernahm der Mega-Konzern die Supermarktkette Wholefoods. Wie wird es weiter gehen? Bei den Buchhandlungen schien klar, dass es sich um einen Testlauf handelt – wenn es für den Konzern gut läuft, wird uns sicher auch in Deutschland bald ein Amazon-Buchladen erwarten. Gleiches könnte auch für das Geschäft mit Lebensmitteln gelten, in dem Amazon ebenfalls kräftig mitmischen will. Denn: „Gründer Jeff Bezos wird sich mit dem Wachstum sehr wahrscheinlich nicht auf die USA beschränken. Denn alles, was der Konzern plant, plant er für die ganze Welt.“ Wird er etwas übermütig oder können wir bald ohne Amazon nicht mehr leben?

 

Ich, die Marke

Annika Bühnemann schreibt auf dem Blog von Autorenwelt.de über Marketing für Selfpublisher und wie man sich selbst zur Marke machen kann. Denn Marketing ist notwendig, für Verlage und auch für Selfpublisher. Wie der Text sehr schön vorwegnimmt, gibt es immer mal wieder Einzelfälle, in denen Bücher zu Bestseller werden und das ganz ohne Marketing. Hochgeladen und zack ist es ein Erfolg. Das ist aber leider eher die Ausnahme und es gehört wohl auch etwas Glück dazu. Deshalb gibt Bühnemann Tipps, wie man zu einer Marke wird, auch wenn man vielleicht denkt, man könne gar kein Marketing. Fünf Schritte sind dabei besonders wichtig:

  1. Finden Sie heraus, wer Sie sind
  2. Finden Sie heraus, wer Ihre Zielgruppe ist
  3. Entwickeln Sie ein wiedererkennbares System
  4. Finden Sie Ihre eigene Stimme
  5. Werden Sie sichtbar
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