Spubbles Quickies #56

Alle zwei Wochen haben wir für euch den kommentierten Rückblick: Was tut sich aktuell in der Branche? Heute mit einem Veto, „Selfpublishing meets Buchhandel“, Facebook-Kommentatoren und dem Kampf gegen e-Book Piraterie…

Einigung über e-Book Steuer blockiert

Noch vor zwei Wochen berichteten wir, dass das EU-Parlament dem Vorschlag der EU-Kommission, den ermäßigten Mehrwertsteuersatz auch auf e-Books und andere elektronische Publikationen einzuführen, mit großer Mehrheit zustimmte. Nun stockt die Einigung, denn Tschechien will nicht mitziehen und legte ein Veto ein. Dem Buchreport zufolge sprach sich Tschechien „mit Blick auf einen flächendeckenden Ansatz im Mehrwertsteuerbereich, den die EU-Kommission offenbar auf der Agenda hat, gegen eine separate Behandlung von E-Books aus“. Im zweiten Halbjahr 2017 gehen die Verhandlungen nun weiter.

 

Indies sind ‚in‘

Sabine van Endert widmet sich im Börsenblatt den Selfpublishern und ihrer wachsenden Bedeutung für den deutschen Buchmarkt. „Indie-Autoren sind gerade so ‚in‘ wie Independent-Musik in den 80er-Jahren.“ sagt van Endert und spielt damit auf das rasante Wachstum und die steigende Professionalisierung der Selfpublishing-Branche an. Mit der Popularität steigert sich nämlich auch die Qualität (zumindest in Teilen). Doch die Konkurrenz ist groß, da muss der Selfpublisher sich schon etwas bemühen und Neues dazulernen, beispielsweise auf dem Selfpublishing-Day oder auf der kommenden Frankfurter Buchmesse. Die MVB bietet dort unter dem Motto „Selfpublishing meets Buchhandel“ verschiedene Angebote speziell für Selfpublisher an – beispielsweise eine Gemeinschaftspräsentation von Titeln aus Klein- und Selbstverlagen.

 

Die (typischen) 20 Facebook-Kommentatoren

Matthias Matting widmet sich (in meiner Vorstellung mit einem Augenzwinkern) den verschiedenen Facebook-Kommentatoren Typen, denen wahrscheinlich jeder Selfpublisher, der in sozialen Netzwerken unterwegs ist, schon mal begegnet ist. Vom Genervten, Vorwurfvollen über den Motivierenden und Überflieger bis zur Zweiflerin oder dem Missversteher. Da ist einiges dabei, das die ein oder andere Erinnerung wecken und wohl auch den „Betroffenen“ ein Schmunzeln entlocken wird.

 

Kleiner Sieg im Kampf gegen e-Book Piraterie

Lul.to ist eine Plattform, die vielen Selfpublishern ein Begriff sein dürfte – sie gehört zu den größten Portalen für den illegalen Download von e-Books und Hörbüchern. Der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg zufolge haben die Behörden am 21. Juni die Plattform nun vom Netz genommen. Außerdem laufen umfangreiche Ermittlungen gegen die Betreiber der Website. Ein kleiner Sieg im Kampf gegen die e-Book Piraterie. Der Börsenverein begrüßt das Vorgehen und Hauptgeschäftsführer Alexander Skipis spricht wohl auch den meisten Selfpublishern aus der Seele: „Piraterie ist kein Kavaliersdelikt, sondern Diebstahl am geistigen Eigentum, das die Grundlage für die Arbeit von Autoren, Verlagen und Buchhandlungen ist. Portale wie lul.to schaden dem Medienmarkt daher massiv. Der Ermittlungserfolg ist ein weiteres Beispiel dafür, dass sich solche illegalen Modelle letztlich nicht halten können.“

 

Advertisements

kommentieren

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s