Spubbles Quickies #50

Alle zwei Wochen haben wir für euch den kommentierten Rückblick: Was tut sich aktuell in der Branche? Heute mit #lbm17 reloaded, e-Book Piraterie und „Nackten Hasen“ …

Die Leipziger Buchmesse zum Nachhören

Ihr habt es nicht auf die Leipziger Buchmesse geschafft? Kein Problem: Voice Republic hat einige Veranstaltungen aufgezeichnet. Indie publishing bringt nun ein Best-of interessanter Beiträge für Selfpublisher und Indie-Verlage. Unter anderem dabei ist ein Vortrag von Wolfgang Tischer (literaturcafé.de), der über die Veränderungen des Buchmarkts redet, die durch das Selfpublishing entstanden sind. Außerdem: Basics für Selfpublisher von ADB bis VLB, Lektorat und Selfpublishing, e-Book Marketing und vieles mehr.

 

e-Book Piraterie – deutliche Verluste

Die „Inside the Mind of a Book Pirate„-Studie von Digimarc, die Nielsen in Auftrag gegeben hat, ermittelte, dass die amerikanische Buchbranche einen Verlust von 315 Millionen Dollar (292 Millionen Euro) im Jahr durch illegale Downloads von e-Books macht. Eine enorme Summe. Laut Börsenblatt geht die Studie davon aus, „dass 22 Prozent aller e-Book-Leser sich e-Books auf illegalem Weg besorgen“. Das treffe vor allem die Belletristik. Auch auf der Leipziger Buchmesse wurde die e-Book Piraterie thematisiert, wir haben über den Vortrag von Andreas Kaspar, Inhaber von CounterFights Anti-Piracy berichtet.

 

Kontroverse um Cosplayer

Ebenfalls im Zeichen der Leipziger Buchmesse steht die Debatte um die Cosplayer, die vom SWR-Literaturredakteur Carsten Otte ausgelöst wurde. Otte titelte „Kein Ort für nackte Hasen“ und befindet: „Literarische und politische Diskussionen, emphatische Appelle für die Meinungsfreiheit, berührende Wortmeldungen von Schriftstellern, die unter Zensur und Zumutungen von diktatorischen Regimen zu leiden haben, passen nicht zum Klamauk und kulturindustriellen Hokuspokus der parallel stattfindenden Manga-Convention.“ Harte Worte, spricht er doch damit den vielen Cosplayern, die die Buchmesse bunter, diverser und spannender gestaltet, sowohl politisches Interesse als auch literarisches Verständnis ab. Der Redakteur spricht sich gar dafür aus, die Cosplayer von der Messe fernzuhalten. Da steht er aber ziemlich alleine da: Sowohl der Spiegel, als auch Tor Online (Fischer Verlag) halten lautstark dagegen. Otte sah sich daraufhin genötigt, einen offenen Brief zu veröffentlichen, in dem er betont, dass er die Szene nicht diffamieren wolle, ein Nebeneinander aber eben nicht mehr funktioniere. Er vergisst dabei, dass auch Mangas und Comics literarisch und politisch äußerst wertvoll sein können.

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