(Buwi)-Studis auf der Frankfurter Buchmesse

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Wir freuen uns, dass wir dieses Jahr fünf Studierenden die Möglichkeit geben konnten, uns auf die Buchmesse zu begleiten. Heute werden uns Liesa Schmitz, Lisa Bartelmeß und Anna Avrutina berichten, wie sie die Messe empfunden haben. Ein liebes Danke dafür!

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©Elisabeth Böker

Anna Avrutina

Am Freitag, den 21.10.16, fand der letzte Fachbesucher-Tag der diesjährigen Frankfurter Buchmesse statt, der gefühlt die meisten Besucher dieser drei Tage in die Hallen lockte. Besonders gut besucht war dabei wieder die Halle 3.0, in der sich die Stände der großer deutschen Verlagshäuser präsentierten.

Eines der angekündigten Highlights fand am Freitag im Orbanism Space statt: der ask-me-anything-chat mit „Barbara“ anlässlich ihres kürzlich bei Bastei Lübbe erschienenen zweiten Buchs mit dem Titel „Hass ist krass. Liebe ist krasser“. Rund eine Stunde lang beantwortete die Streetart-Künstlerin Fragen, die ihr unter einem Facebook-Post der Frankfurter Buchmesse gestellt wurden. Auf ihre humorvolle und dennoch ernsthafte Art, die man schon von ihrer Kunst kennt, ging sie auf zahlreiche Kommentare ein, in denen es beispielsweise um ihre Inspiration, ihre künstlerischen Anfänge und das von ihr verwendete Material ging. Zu ihrem Buch, das eigentlich der Anlass dieser Veranstaltung sein sollte, gab es allerdings keine Fragen. Barbaras Wunsch nach Anonymität, der zur Folge hatte, dass die Künstlerin sich wie gewohnt nur im Netz präsentierte, machte die Veranstaltung etwas komisch. Denn von außen betrachtet sah man nur eine Menge Menschen, die gebannt mit ihren Smartphones dasaßen, sonst geschah nichts. Nach einer Stunde verabschiedete sich die Künstlerin – natürlich in den Kommentaren – und übrig blieb ihr Chat, der auf der Facebook-Seite der Frankfurter Buchmesse nachgelesen werden kann.

Liesa Schmitz & Lisa Bartelmeß

Alljährlich strömen Menschen, die ‚was mit Büchern machen’, durch das herbstliche Frankfurter Grau auf das Messegelände – es ist wieder Buchmesse. Als Absolventinnen der Mainzer Buchwissenschaft ist es, als müsse man ein Stück weit einer Anwesenheitspflicht nachkommen, denn auch unser Leben wurde die letzten Jahre von Büchern bestimmt, sie begleiten uns schon einige Jahre länger im Privatleben und sollen bestenfalls beständige Arbeitskollegen werden. Gleichzeitig umgibt die Hallen ein kitschiger Zauber, denn wir wissen, dass wir innovative, einzigartige und auch erfahrene Buchmenschen und ihre Produkte antreffen werden. Doch die vergangene Zeit bringt jährlich ihre Veränderungen mit auf die Messe: neue Verlagsstände können Willkommen geheißen werden, bei anderen wurde einem der Moment des Abschiednehmens verwehrt und lediglich die leerstehenden Ausstellungsecken lassen erahnen, dass Jemand fehlt. Immerhin bleiben nicht alle Lücken mahnend in ihrer Leere stehen und das laue Lüftchen von innovativen Ideen und kreativen Köpfen bahnt sich seinen Weg durch die beeindruckend großen Präsentationsflächen der großen Verlagshäuser. Diesen Duft konnte man beispielsweise auf der Indiecon Island, einem Konglomerat aus zehn ausgewählten unabhängigen Magazinen, vernehmen – denn Buchmesse ist glücklicherweise so viel mehr als nur das Buch und jede individuelle Idee einer Neuauflage des Medienbegriffs kann eine Bereicherung für die ganz Branche bedeuten, sei es nun ein Buch, Magazin oder elektronisches Format. Die Vielfalt und die Internationalität stehen im Fokus der Messe, denn Medien werden weltweit produziert und rezipiert und können Sprachrohr für jede Nachricht sein. Schon längst ist der Vorwurf der eigenbrötligen Verlagswelt zu vergraben, die sich realitätsfern hinter hohen Buchdeckeln verstecke. So konnten wir am Hendrick’s-Gin-Stand mit der Gurke im Glas auf die Medialität des Alkohols, den Facettenreichtum der Medienbranche und Carolin Emckes Friedenspreis des Deutschen Buchhandels anstoßen. Und wer weiß, was das nächste Jahr für Veränderungen und Neuerungen mit auf die Messe bringt – vielleicht wäre sogar die Nominierung Bob Dylans möglich, als dass er die Messehallen nicht nur mit seinem Gesicht auf dutzenden Buchcovern besucht und vielleicht für die Menschen, die ‚was mit Büchern machen’, das Telefon abhebt.

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