Selfpublisher treffen Webpublisher

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Auf dem Orbanism Space fand sich eine Gesprächsrunde zum Thema „Selfpublisher treffen Webpublisher“ zusammen. Laut Veranstaltungshinweis haben diese beiden Gruppen eigentlich nichts miteinander zu tun, daher soll in dieser Runde diskutiert werden, was beide voneinander lernen können.

 

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Was Selfpublisher sind, das wissen wir alle (zumindest denke ich, dass ihr sonst nicht auf unserem Blog gelandet wärt). Die genaue Definition von Webpublisher erscheint im Gegensatz dazu nicht sehr eindeutig.

Im Grunde umfasst Webpublishing alle Maßnahmen, die eine Person/Autor ergreift, wenn es darum geht, Inhalte im Internet zu veröffentlichen – es geht also um Netzpublikationen. Das kann beispielsweise in Form eines Blogs, eines Wikis, einer elektronischen Zeitschrift oder eines e-Book sein. Bedingung ist nur, dass der Inhalt mit Metadaten versehen ist, also der Autor, das Datum usw. ersichtlich sind. Sonst wäre ja jede Website eine Publikation. Zu den Webpublishern zählen beispielsweise aber auch Instagrammer (als visuelle Blogger), wie die Gästeliste dieser Diskussion aufzeigt. Auf der Seite der Webpublisher saßen da Sascha Lobo (Autor und Blogger), Vreni Frost (Modebloggerin) und Jörg Nicht (Blogger und hauptsächlich Instagrammer). Auf Seiten der Selfpublisher fanden sich Poppy J. Anderson (die wohl erfolgreichste Vorzeige-Selfpublisherin) und David Gray (Autor, Journalist, und Drehbuchautor) der auch die Moderation übernahm.

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Die Gesprächsrunde begann mit der einführenden Frage an jeden, wie man sich als Webpublisher/Blogger/Instagrammer/Selfpublisher eine Marke aufbaut und der Feststellung, dass nicht nur geschriebener Text als bloggen zählt, sondern eben auch visuelle Blogs wie Instagramm durchaus ihre Berechtigung haben. Hier waren sich alle sehr einig.

Das nächste Gespräch führte in die Ecke der Authentizität der Medien. Auf der einen Seite stehen da die Webpublisher, die davon leben sich authentisch zu verkaufen, die nah an den Menschen sein müssen, sonst funktioniert ein Modeblog beispielsweise nicht. Die Echtheit der Personen, die hinter diesen Bloggern stehen, kann man dennoch in Zweifel ziehen, aber dass nicht jeder Blogger sein Privatleben ins Internet trägt sollte jedem Rezipienten klar sein. Letztendlich wird das bloggen bei steigendem Erfolg zum echten Beruf. Nun, die Diskussion war interessant und auch das Thema Shitstorm und der Umgang damit wurde kurz thematisiert, aber wirklich Neues kam bei diesen Themen nicht wirklich auf.

Letztendlich gab Sascha Lobo dann den Anstoß zur Frage, wie Webpublisher und Selfpublisher voneinander profitieren können, indem er feststellte: Selfpublisher haben ein Produkt, dass sie herstellen und verkaufen können. Webpublisher haben das nicht, dafür aber die deutlich höhere (selbstkontrollierbare) Reichweite. Außerdem deckte er eine „Brücke“ bei der Namensgebung von Selfpublishern und Webpublisher auf. Sprich: Selfpublisher verkaufen ein Produkt, wobei es aber nicht um sie selbst geht und bei Webpublishern handelt der Content eigentlich immer von der eigenen Person. Eigentlich müssten also die Webpublisher Selfpublisher heißen und die Selfpublisher Inhalte-Publisher.

Sascha Lobo wollte wissen, welches Produkt Webpublisher erschaffen könnten, um auch ein physisches Produkt monetarisieren zu können. Webpublisher finanzieren sich ja bisher im Grunde indirekt, also sie verkaufen sich selbst (indem sie für Unternehmen beispielsweise Vorträge halten) und verdienen Geld mit Werbung und Produktplazierungen etc.

Abschließend bleibt zu sagen: Es war eine schöne Gesprächsrunde, auch wenn mehr Fragen aufgeworfen wurden als es Antworten gab. Ein schöner Blick über den Tellerrand. Dennoch, ich sehe keine großartige Notwendigkeit, dass diese beiden Gruppen sich zusammentun sollten, nur weil sie sich eben beide zufällig im Internet tummeln. Meiner Meinung ist die rein inhaltliche Arbeit eine Unterschiedliche, wenn es um Pressearbeit und Marketing geht kann ich mir eine Zusammenarbeit, ein gegenseitiges Nützen dann schon besser vorstellen.

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