Spubbles Quickies #37

Alle zwei Wochen haben wir für euch den kommentierten Rückblick: Was tut sich aktuell in der Branche? Heute mit ISBN-Verkäufen, der Buchpreisbindung, Raubkopien und Hybriden …

Erstaunliches Wachstum

Einmal mehr wird die Dimension, die das Selfpublishing inzwischen angenommen hat, anhand neuer Zahlen deutlich. Nun legte die US ISBN-Agentur Bowker ihren Vergleich vor und zeigt: Seit 2010 sind die ISBN-Registrierungen von Büchern von Selfpublishern um mehr als 375 Prozent gestiegen, von 152.978 auf 727.125 Registrierungen. Zwischen 2014 und 2015 ist immer noch ein Anstieg um 21 Prozent zu beobachten. Der Markt wächst weiter und weiter und die Anzahl der ISBN entspricht dabei nicht einmal der Anzahl der Titel. Die Zahl wäre wohl deutlich höher, würde man alle Selfpublishing-Titel, eben auch die ohne ISBN, dazuzählen. Allerdings vergeben Autoren pro Titel oft mehrere ISBN für die unterschiedlichen Buchformate, womit die Zahl wieder sinken würde. Dennoch beachtlich.

 

Preisbindung

Jaja, die Buchpreisbindung – ein Thema, über das wir schon häufig berichtet haben und dennoch ist die Sachlage immer noch etwas undurchsichtig. Seit dem 1. September 2016 ist die Preisbindung nun auch gesetzlich auf e-Books ausgedehnt worden. Sie gilt somit auch für die vielen Selfpublisher, die rein digital veröffentlichen. Aber nicht für alle! Damit endlich etwas Licht ins Dunkle kommt, hat literaturcafé.de eine ausführliche Anleitung veröffentlicht, um offene Fragen zu klären.

 

Mythos Raubkopie

Auch ein Thema, das auch im Selfpublishing immer wieder eine Rolle spielt: kostenlose Downloads von Selfpublishing-Titeln, illegal im Netz angeboten. Doch was tut man eigentlich, wenn man auf sein Buch stößt, das irgendwo zum Download angeboten wird? Ist das mit den Raubkopien wirklich so schlimm und wie viel Schaden wird damit angerichtet? Sicher gehen dem Autor damit keine Millionen durch die Lappen. Selfpublisherbibel.de erläutert die drei Mythen der Raubkopie:

  1. Auf ein bezahltes eBook kommen zehn illegale
  2. eBook-Leser sind unehrlich
  3. Wer beklaut wird, büßt Verkäufe ein

 

Erfolgsgeheimnis: Hybridautor

Hybrid-Autoren stehen alle Wege offen“ – so lautet der Titel eines Interviews von indie-publishing.de mit Marguerite Joly (Ullstein) und Marcus Hünnebeck (Selfpublisher). Die beiden erläutern Vor- und Nachteile des Hybridautor-Daseins. Inzwischen ist es für Autoren problemlos möglich, bei jedem Buch neu zu entscheiden, ob es in einem Verlag oder über den Weg des Selfpiblishing veröffentlicht werden soll. Das ist nicht immer nur gut und einfach. Aber es bietet eben Entscheidungsfreiheiten und hilft dabei, für jedes Buch das passende Konzept zu finden und die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Alles Weitere bereden die beiden Interviewpartner auch noch – lang aber interessant.

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2 Kommentare zu “Spubbles Quickies #37

  1. Pingback: Was sich im Bereich selfpublishing tut! | Von "Buchmachern" und ihren Büchern

  2. Pingback: Gefunden: Spubbles Quickies #37 | Textflash

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