Fundstück: „Ich sag dir, wann du stirbst“

Olga Janke

Das Fundstück, das wir euch heute vorstellen möchten, heißt „Ich sag dir, wann du stirbst“ von Anja Bönsch. Den Titel haben wir herausgepickt, weil er sich offen mit dem Thema der Depression auseinandersetzt und das zur Abwechslung mal nicht in dem Genre Ratgeber. Die Autorin hebt auf ihrem Blog hervor, dass es ihr wichtig ist, frei zu schreiben, was sie bewegt. Diese Einstellung führt viele Autoren zum Selfpublishing, wo sie von Verlagen keine Vorgaben und Einschränkungen hinnehmen müssen.

In Deutschland scheint die Depression eine Volkskrankheit zu sein. Schon seit einigen Jahren steht das Thema in der Öffentlichkeit, wird diskutiert und aufgearbeitet. Ein Buch zu diesem Thema zu schreiben, ist demnach keine abwegige Idee. Etwas ungewöhnlich wird es allerdings, wenn das Genre einem Thriller entspricht. Wie das geht? Anja Bönsch zeigt es uns:

Maria ist ihres Lebens überdrüssig und möchte es beenden. Von den eigenen Erwartungen überfordert und von ihrem Mann erniedrigt, verliert sie immer weiter den Halt. Der Versuch, sich mit Pillen das Leben zu nehmen, hat nicht funktioniert, deshalb entschließt sie sich einen Auftragskiller zu engagieren. Womit sie nicht rechnet ist, dass dieser kein Unbekannter ist. Als 14-Jähriges Mädchen ist sie ihm schon einmal begegnet. Sie ist seitdem nicht sein einziges Opfer geblieben.

Der Mann, der ihr helfen und sie erlösen sollte, wird selbst zum Peiniger und Grund ihrer Angst. Ein Horrortrip beginnt, das Katz- und Mausspiel nimmt immer gefährlichere Züge an. Denn dem Auftragskiller reicht es nicht, seinen Job schnell zu erledigen, er genießt die Jagd. Und dabei möchte er Maria so gut er kann quälen. Er selbst wird von seinen Trieben geleitet. Sein Gehilfe, zunächst eine unterschätzte Rolle, entwickelt sich zu einer interessanten Figur, die die plötzliche Wende der Geschichte einführt.

Ein Psychothriller, der sowohl die Perspektiven der Opfer als auch der Täter näherbringt. Dabei wird vor unschönen Details oder von der Beschreibung prekärer Situationen nicht zurückgeschreckt.

Mehr über die Autorin und die Hintergrundgeschichte des Titels erfahrt ihr in unserem Interview mit der Autorin, das morgen erscheint.

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