Spubbles Quickies #25

Alle zwei Wochen haben wir für euch den kommentierten Rückblick: Was tut sich aktuell in der Branche? Heute mit Wachstum, PoD, Aufnahmen der #lbm16 und einer Autoreninnenansicht …

Selfpublishing in Großbritannien

22 Prozent der verkauften e-Books in Großbritannien sind von Selfpublishern – eine Quote, die sich sehen lassen kann. Das bedeutet, dass gut jedes fünfte verkaufte e-Book ein Selfpublishing-Titel ist. Erstaunlich, denn laut Steve Bohme, research director bei Nielsen Book UK, lag der Anteil vorher nur bei 16 Prozent. Ein rasanter Anstieg innerhalb des letzten Jahres. Das Börsenblatt berichtet, dass in Großbritannien der e-Book-Verkauf insgesamt im Jahr 2015 um 5 Prozent gestiegen sei, der Anteil der e-Books insgesamt ist allerdings nur um 1 Prozent gewachsen. In Deutschland scheint man von diesen Zahlen bisher weit entfernt, auch wenn die BoD-Studie einiges offenlegte, fehlen zum deutschen Markt bisher konkreten Zahlen.

 

Print-On-Demand-To-Go

In Paris eröffnete nun die erste Print-On-Demand-Buchhandlungdie erste Print-On-Demand-Buchhandlung, berichtet e-book-news. Möglich macht das die „Espresso Book Machine“.Diese druckt jedes lieferbare Buch auf Knopfdruck, direkt für den Kunden und direkt zum Mitnehmen. Ganz so neu ist das allerdings nicht, das Schnelldruckverfahren mit Xerox-Technik ist weltweit schon mit mehr als 100 Espresso Book Machines vertreten. In Deutschland gibt es sowas bisher nicht, könnte aber sowohl Selfpublisher als auch Buchhändler interessieren. Der Kunde würde den gefürchteten Online-Handel umgehen. Gedruckt wird alles zwischen 40 und 800 Seiten. Der Kunde kann dann je nach Umfang des Buches weitershoppen oder hat Zeit für 2 bis 5 Kaffee im Laden. Das lohnt sich doch bestimmt.

 

Die Buchmesse zum Anhören

Durch die Zusammenarbeit mit dem Audio-Dienstleister Voice Republic bietet Indie-Publishing seinen Lesern die Möglichkeit, die Leipziger Buchmesse nochmal ganz in Ruhe anzuhören. Aus Leser werden nämlich jetzt Hörer und Zuschauer, die sich Aufzeichnungen von Selfpublishing-Veranstaltungen anhören können. Ganz in Ruhe und ohne den ganzen Publikums-Trubel. Die zahlreichen Veranstaltungen teile Indie-Publishing in „Teil 1: Blogger-Themen“ und „Teil 2: Indie Themen„. Titel der jeweiligen Veranstaltung plus eine kleine Beschreibung führen den Selfpublishing-Interessierten ganz leicht zur passenden Veranstaltung – für alle die nicht in Leipzig waren hörenswert!

 

Rachel Abbott über den Selfpublishing-Alltag

In „14 hour days, marketing and dealing with snobbery: my life as a self-published bestseller“ berichtet die Selfpublisherin Rachel Abbott über das Leben als Autorin, die nicht bei einem Verlag veröffentlicht. Mal wieder eine Geschichte, die aufzeigt, dass Selfpublisher trotz höherer Verkaufszahlen, Aufmerksamkeit etc. immer noch nicht für ganz voll genommen werden. „Many people believe that if the writing was good, the author would be offered a traditional publishing deal“ sagt die Autorin und spricht damit sicherlich einigen Selfpublishern aus der Seele – immer noch kämpfen sie um ihr Ansehen obwohl auch die Professionalität steigt merklich. Aus unserer Sicht schienen die Vorurteile der ungewollten Autoren schon überwunden, auf dem Massenmarkt und der gesamten Branche sieht das aber wohl doch noch anders aus.

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