Hanna Kuhlmann gewinnt ersten „Seraph“ für Independent-Autoren

Lukas Lieneke

Mit Hanna Kuhlmanns Roman „Nachtschatten“ wurde in diesem Jahr zum ersten Mal das Werk einer Selfpublisherin mit einem „Seraph“, dem Literaturpreis der Phantastischen Akademie e.V. ausgezeichnet. In Kooperation mit neobooks richtete die Akademie hierzu extra die neue Kategorie „Bester Independent-Autor“ ein, um zukünftig auch unabhängige, digital publizierende Autoren berücksichtigen zu können.

(v.l.) Kuhlmann, Illger, Blazon

(v.l.) Kuhlmann, Illger, Blazon

Bei der offiziellen Preisverleihung am Donnerstagabend auf der Fantasy-Leseinsel der Leipziger Buchmesse hob die Jury besonders die komplexe wie glaubhafte Konstruktion von Kuhlmanns Roman hervor. Die 23 jährige Autorin habe in ihrer Geschichte eine stimmige Welt mit einer Vielzahl geschickt platzierter Charaktere erschaffen, die den Leser vollständig in ihren Bann ziehe und bis zur letzten Seite fessle. Kuhlmann reagierte auf die Auszeichnung ebenso erfreut wie überrascht und brachte dies auch in ihrer Dankesrede zum Ausdruck. Sie habe sich mit der Einreichung ihres Titels in erster Linie selbst etwas beweisen und den eigenen Marktwert testen wollen aber selbstverständlich nicht damit gerechnet, die Auszeichnung am Ende tatsächlich zu gewinnen.

Mit der neuen Kategorie reagierte die Akademie auf die zunehmend hohe Bedeutung des E-Books für die phantastische Literatur. Grade für junge Autoren stellt das e-Book inzwischen das bevorzugte Publikationsmedium dar, was sich auch in dem hohen Anteil von Fantasy-Romanen auf dem e-Book-Markt wiederspiegelt. Hier etabliere sich eine neue junge Szene, so die zweite Vorsitzende der Phantastischen Akademie Natalja Schmidt, die in jeder Hinsicht phantastische Literatur mache und daher auch bei der Verleihung des Seraph berücksichtigt werden müsse. Mit neobooks sei hierfür ein passender Kooperationspartner gewonnen worden, mit dessen Hilfe nun auch verlagsunabhängige Publikationen ausgezeichnet werden können. Zu diesem Zweck hatte neobooks seinen seit 2013 ausgeschriebenen Indie Autoren Preis erstmals auf ein bestimmtes Genre, in diesem Fall die Fantasy beschränkt.

(v.l.) Falkenhagen, Schmidt, Blazon, Illger, Kuhlmann, Graute

(v.l.) Falkenhagen, Schmidt, Blazon, Illger, Kuhlmann, Graute

Neben Kuhlmann zeichnete die 24 köpfige Jury außerdem Nina Blazon (Bestes Buch) für ihren Roman „Der Winter der schwarzen Rose“ sowie Daniel Illger (Bestes Debüt) für „Skargat – Der Pfad des schwarzen Lichts“ mit einem Seraph aus. Erstmals durfte in diesem fünften Jahr der Preisverleihung außerdem die Leipziger Buchmesse als offizieller Kooperationspartner des Seraphs begrüßt werden, was sicherlich auch als ein Zeichen der Anerkennung für die bisherige Arbeit der Phantastischen Akademie und die Bedeutung des Genres Fantasy gewertet werden kann.

 

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