Ruckzuckbuch: Dienstleister in der Nische – Teil 1

Im Zuge unserer Reihe Fokus Dienstleister haben wir Ruckzuckbuch zum Interview gebeten und befragten den Verlagsleiter Johannes Monse zu seinem Unternehmen. Ruckzuckbuch gehört zum Verlagshaus Monsenstein und Vannerdat und kümmert sich bereits seit 17 Jahren um die Anliegen von Selbstverlegern beziehungsweise Selfpublishern und Indie-Autoren. Im ersten Teil wollten wir mehr zur Verlagsarbeit und dem Stellenwert der Printpublikationen im Selfpublishing wissen.

Ruckzuckbuch ist eine Unternehmung Ihres Verlagshauses Monsenstein und Vannerdat. Welchen Stellenwert hat das Thema Selfpublishing innerhalb ihres Unternehmens und wie behalten Sie den Überblick bei mehreren Imprints, Editionen und Plattformen?

Johannes Monse: Unsere Imprints sind zunächst vom Selfpublishing-Bereich in unserem Unternehmen klar abzugrenzen – es sind klassische Verlage mit eigener Programmatik. Hier behalten wir schon aufgrund unserer überschaubaren Größe ganz gut den Überblick – ebenso wie alle anderen Verlage, die programmatisch unterschiedliche Imprints führen.

Selfpublishing ist ein wichtiger Pfeiler unseres Unternehmens. Wir arbeiten seit über 17 Jahren als Dienstleister für private Personen ebenso wie für Firmen oder Universitäten und haben dabei Tausende von Buchprojekten realisiert. Die Verschiedenheit der Kunden bedingt zum Teil auch unterschiedliches Auftreten. Auch sprechen wir unterschiedliche Rezipienten differenziert an. So macht es natürlich Sinn, sowohl für Autor wie auch Buchhändler, einen Gedichtband in unserer „Kleinen Bibliothek der Lyrik“ zu präsentieren und nicht unter „MV-Wissenschaft“.

Johannes Monse

Wie stark ist der Bereich Selfpublishing und Verlag innerhalb ihres Verlagshauses voneinander getrennt? Stellen sich da Synergieeffekte ein?

Die Trennung ist strikt – auch wenn alle Unternehmensteile wirtschaftlich zusammengehören. Synergieeffekte gibt es aber auf diversen Ebenen. Angefangen in der Herstellung und der Produktion, wo unsere klassischen Imprints natürlich auf alle Ressourcen, ob in der Grafik oder unserer Druckerei zurückgreifen können. Viele Titel produzieren wir auch für unsere klassischen Verlage im Print-on-Demand-Verfahren.

Auch in anderen Bereichen nutzen beide Seiten das Gesamthaus. Ob Presse, Marketing oder die eigene Verlagsauslieferung – zusammen sind wir sehr viel besser aufgestellt.

Sie haben auch eine eigene Druckerei und Buchbinderei. Davon ausgehend, wie wichtig ist für Sie der Print im Bereich Selfpublishing? Und wie stark wird das von den Autoren nachgefragt? Gibt es Unterschiede je nach Genre, das die Autoren bedienen möchten?

Sie erkennen schon an der Tatsache, dass wir eine eigene Druckerei führen, die ausschließlich für unsere Publikationen produziert, dass wir Print sehr ernst nehmen. Natürlich ist das e-Book gerade im Selfpublishing von enormer Bedeutung und hat hier einen ganz festen Ankerplatz eingenommen. Aber Print hat seinen Raum und wird ihn weiter haben. Dadurch, dass wir im auflagenunabhängigen Druck nicht über große Stückzahlen und deren Finanzierung nachdenken müssen, ist dieser Raum auch nicht gefährdet.

Autoren, die sich ganz bewusst ausschließlich für eine digitale Veröffentlichung entscheiden, wählen oft andere Dienstleister, meist sogar den Direktanbieter Amazon selbst. Unsere Autoren haben sich oft gerade wegen unserer sehr weiten Möglichkeiten rund um das gedruckte Buch für uns und unsere Angebote entschieden.

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