Spubbles Quickies #21

Alle zwei Wochen haben wir für euch den kommentierten Rückblick: Was tut sich aktuell in der Branche? Heute mit Preisbindung, dem Papst und einer Stimme für Selfpublisher …

Die e-Book-Preisbindung in der Diskussion

Buchpreisbindung für e-Books soll endlich kommen, das Bundeskabinett beschließt einen Entwurf und es wird gemunkelt, dass das gar nicht so viel ändern wird. Der Buchreport berichtet und stellt in seinem Beitrag dar: „Durch die Änderung werden Verlage künftig verpflichtet, auch für E-Books einen verbindlichen Ladenpreis festzulegen. Darüber hinaus gilt die Buchpreisbindung zukünftig auch für grenzüberschreitende Verkäufe an Letztabnehmer in Deutschland, unabhängig von Nationalität oder Niederlassungsort des jeweiligen Händlers.“ Auch Staatsministerin Monika Grütters findet das super und ist sich sicher, dass durch die Neuregelung eine Rechtssicherheit hergestellt und die Preisbindung zukunftsfest für das digitale Zeitalter gemacht werde.

Literaturcafe.de sieht das etwas anders: „Buchpreisbindung für E-Books? Das ist doch nicht Neues, die gilt in der Praxis doch schon längst.“ Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels habe schon immer die Auffassung vertreten, dass e-Books preisgebunden seien. Das gelte ebenso für Selfpublisher, die sich streng daran halten und darauf achten, dass sie auf allen Portalen den gleichen Preis verlangen. Fazit: „Was die Bundesregierung heute beschlossen hat, ist lediglich eine bessere gesetzliche Klarstellung.“ Immerhin. So könnten schließlich bei allen – Verlagen und Selfpublishern – letzte Zweifel ausgeräumt und einige Streitereien vermieden werden.

 

Der Papst über das Monopol

„Für Selfpublisher ist ein gesunder Markt ohne Monopole genauso wichtig wie für die Verlage“, lautet ein Fazit von Matthias Matting im Sonntagsgespräch mit dem Buchreport. Matting spricht über die „Szene“, erklärt, dass Selfpublishing häufig für den Laien nicht mehr vom Verlagsprodukt zu unterscheiden sei und verrät, wo man sich am besten über Selfpublishing informieren könne (natürlich auf selfpublisherbibel.de – aber nicht nur!). Zudem stellt er heraus, dass es ohne Amazon den Selfpublishing-Markt in Deutschland, so wie er inzwischen besteht, nicht geben würde. Nur so habe beispielsweise tolino-publishing entstehen können, das die heutigen Selfpublisher vor einem Monopol auf dem Markt schütze.

 

Die Stimme der Selfpublisher

Tredition sprach mit Henri Appell, dem Begründer des Selfpublisher-Podcasts über den Reiz der Selfpublishing-Branche, Entwicklungen des Marktes und Tipps für Autoren rund ums Marketing – denn, „Selfpublisher haben eine Stimme„. Appell unterhält seinen Podcast seit einigen Jahren, er unterhält sich mit Selfpublishern und stellt spannende Informationen zu Markt und Vermarktung zur Verfügung. Appell lobt im Gespräch vor allem den engen Zusammenhalt der Selfpublisher – ein Konkurrenzdenken wie in anderen Teilen der Branche gebe es nicht. Man unterstütze sich gerne und betreibe viel Networking. Trotz der stabilen Community gibt es aber immer noch Probleme, vor allem mit dem Buchhandel, auch das stellt Appell heraus. Vielleicht kann da der Selfpublisherverband ja helfen, dessen Gründung er als wichtigsten Moment des Selfpublishing-Segments im Jahre 2015 darstellt.

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