Spubbles Quickies #19

Alle zwei Wochen haben wir für euch den kommentierten Rückblick: Was tut sich aktuell in der Branche? Heute mit Tolino-Erfolgen, freien Lektoren, ungenutzten Chancen und Wünschen …

Gebündelter Erfolg

Die Süddeutsche Zeitung zieht Bilanz. Unter der Lupe: Tolino. Das Lesegerät, das im vergangenen Jahr zeigte, wie sich die Buchhändler auch im Zeitalter des elektronischen Lesens gegen die Online-Konkurrenz behaupten können. Im Vordergrund steht dabei vor allem die Bündelung der gemeinsamen Kräfte. Der Erfolg konnte sich der Süddeutschen zufolge vor allem durch den Einstieg der Regionalbuchketten Mayersche und Osiander sowie dem Zwischenbuchhändler Libri  in die Tolino-Allianz festigen. Das weist vor allem den Online-Riesen Amazon (zumindest ein bisschen) in die Schranken. Trotz all der guten Nachrichten für das e-Book wird zum Schluss klar gestellt, dass das Wachstum gedämpft ist und gedruckte Bücher doch immer noch am Schönsten sind.

 

Freie Lektoren auf der Selfpublishing-Welle

Freie Lektoren haben es nicht leicht auf dem Buchmarkt, meist reichen die Aufträge von Verlagen nicht aus, um den Lebensunterhalt zu bestreiten, kein Wunder also, dass auch Lektoren auf die Selfpublishing-Welle aufspringen und sich nach Geschäftsfeldern jenseits der Verlagsbranche umsehen. Lektorin Cordula Natusch sieht im Selfpublishing eine attraktive Alternative und warnt Verlage: „Es könnte passieren, dass ihnen die guten Lektoren abhanden kommen.“ Altbekanntes Problem ist das zu geringe Honorar. Das Selfpublishing könnte hingegen von den Erfahrungen und dem Können der freien Lektoren profitieren – die Professionalisierung wird so wahrscheinlich noch weiter und schneller vorangetrieben. Das merken die Lektoren und steigen deshalb in das Geschäft mit ein. Das wiederum wird sicherlich auch dem Leser zu Gute kommen.

 

Chance vertan!?

Penguin Random House verkauft Author Solutions und somit vielleicht sogar eine gute Chance auf einen Platz im Selfpublishing-Geschäft. Am 31. Dezember 2015 trennte sich das Unternehmen von seinem Selfpublishing-Angebot und verkaufte an das Finanzunternehmen Najafi. Gründe wurde vorerst keine genannt. Der Buchreport vermutet unter anderem, dass nach der Fusion von Penguin und Random House jetzt einfach kein Platz mehr für den Dienstleister sei und auch das Börsenblatt munkelt, dass sich der Verlag wohl stärker auf die Buchproduktion in seinen weltweit 250 Imprints konzentrieren wolle. Ob der Verkauf bei dem immer weiter wachsenden Selfpublishing-Segment so clever war, wird sich wahrscheinlich in nicht allzu ferner Zukunft zeigen.

 

Wünsch dir was …

Selfpublishing und Buchhandel, schon ein leidiges Thema? Es wird viel darüber gesprochen, wie sich beide zusammenbringen lassen und oftmals ohne Ergebnis. Jetzt gibt es erneut 10 Wünsche an den Buchhandel – diesmal von Johannes Monse, der unter anderem mit ruckzuckbuch.de Dienstleistungen für Indie-Autoren und Selfpublisher anbietet. Monse erhofft sich durch seine Liste, dass der Buchhandel das Selfpublishing endlich nicht mehr als Randerscheinung abwinkt und plädiert für eine gemeinsame Zukunft.

  1. Lerne uns kennen
  2. Rede mit uns
  3. Sieh unsere lokalen Potenziale
  4. Hilf uns ab der ersten Stunde
  5. Stärke den lokalen Buchhandel
  6. Hol uns rein
  7. Geh mit uns gemeinsam neue Wege
  8. Komm doch bitte auf die Selfpublishing-Area der Frankfurter Buchmesse
  9. Vernetz dich mit den seriösen Selfpublishing-Dienstleistern der Branche wie BoD, Ruckzuckbuch, tredition, epubli oder neobooks
  10. Lass uns anfangen
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