Fundstück: „Ein ganz normaler Tag (?)“

Olga Janke

Alex ist von Beruf aus Bestatterin. Vom Charakter her ist sie jedoch alles andere als langweilig oder seriös, eher sehr eigenwillig und hat keine Angst vor nichts und niemandem. Ihre Mitbewohner sind der allseits bekannte Tod und Lucifer höchstpersönlich, und man kann manchmal nur Mitleid mit den beiden haben. Dass Alex noch relativ harmlos ist, im Vergleich zu ihren anderen Freunden, sagt dabei eigentlich schon alles …

(c) BookRix/Alex von Kleks

Bei „Ein ganz normaler Tag (?)“ handelt es sich um ein etwas ungewöhnliches e-Book. Das Genre ist schnell klar: Fantasy mit reichlich Humor. Die Hauptgeschichte ist mit mehreren „Bonusstorys“ gespickt, zwischen denen der Leser hin und her springen kann. Ein eher ungewöhnliches Format, das erst im Digitalen richtig zur Geltung kommt – und dort hat es auch seinen Ursprung. Eigentlich entstand die eigenwillige Geschichte nämlich als Fortsetzungsroman auf einem Blog (der zurzeit gerade überarbeitet wird). Die allseits bekannte Häppchenlektüre ist möglich, in diesem Format auch angenehm.

Der Text besteht hauptsächlich aus Dialogen, ist deshalb sehr leicht nachzuvollziehen. Ab und an mischt die interaktive Autorin mit. Die Figuren wenden sich schon mal anklagend an diese, oder sie entschuldigt sich für den Mangel an Fantasie bei bestimmten Situationen. Die Geschichten selbst sind nicht wirklich ernst gehalten, die Dialoge bzw. das momentane Geschehen stehen stärker im Mittelpunkt des Interesses. Als wichtigster Faktor sticht hier definitiv die Situationskomik ins Auge. Hier muss man nicht nur Amor spielen, manchmal muss auch der arme Teufel höchstpersönlich vor seiner Familie gerettet werden, oder man muss ein Kuchenmonster besiegen, das man dummerweise überhaupt erst erschaffen hat. Was natürlich keine Absicht war.

Manche Stellen sind Geschmackssache, jedoch humorvoll gehalten. Für engstirnige Leser ist das Buch jedenfalls nichts, denn nicht nur inhaltlich geht es teilweise haarsträubend zu, auch die Orthografie verlangt nach einem eher toleranten Publikum. Hier zeigt sich einmal mehr: Ein Lektorat ist im Selfpublishing eben kein muss, sondern ein kann.

Die Autorin selbst nennt sich „Alex van Kleks“ und ist recht jung, entsprechend ist das Buch auch eher auf eine jüngere Zielgruppe ausgerichtet … Warum sie sich schließlich dafür entschied, ihre Geschichte bei BookRix zu veröffentlichen, und warum sie mit der Plattform heute gar nicht mehr so ganz zufrieden ist, hat sie uns im Interview verraten, das ihr morgen hier lesen könnt.

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