Meine Messe

Samuel Kerber

roh_04Alle waren sie gekommen: In der Self-Publishing Area drängten sich Epubli, Tredition, Ruckzuckbuch, Amazon und all die anderen Größen der Szene nur so aneinander. Und auch das Spubbles-Team schwärmte über die fünf Tage verteilt aus, um möglichst viele Eindrücke aus einer an Eindrücken nicht armen Messe zu ziehen.

Mein Weg führte mich zuerst zu Andrea Kock und Iris Kirberg, Mitarbeiterinnen von Books on Demand, die ein kurzes Gespräch über Metadaten hielten. Kernpunkt: Denkt über das Buch hinaus. Vor allem Beschreibungen müssen eben nicht nur beschreiben, sondern auch von anderen Titeln abgrenzen und Emotionen, vielleicht sogar Identifikation stiften. Auch bei Tags müsse man die Zielgruppe identifizieren um möglichst viele Begriffe, in die das Buch sinnvoll passt, antizipieren zu können.

Nach einer Vorstellung des neuen, börsenvereinnahen Bestellsystems VLB-TIX geht es weiter zu einer Veranstaltung von Matthias Matting, der nach seiner gern gebrauchten Lobeshymne auf die Entwicklung des Selfpublishing in Deutschland auch auf den Selfpublisher-Verband eingeht – Nina hatte bereits im Juni darüber berichtet.

Noch spannender wurde es am sogenannten Hot Spot Digital Innovation. Orna Ross, Gründerin der Britischen Alliance of Independent Authors, liebevoll Alli genannt, und Tom Charmers, Gründer der IPR License, einem Unternehmen, das Lizenznehmer und –geber zusammenbringen will, sprachen über Selfpublishing, vor allem zum Thema Lizenz und Übersetzung. Charmers erklärte, der Autor sei für Unternehmen ein Markt an sich, daher sollten in erster Linie die Unternehmen in die Autoren investieren. Die ideale Zusammenarbeit beschrieb er als „joint venture-like“. Ross wies dagegen darauf hin, dass Publishing per Definition ein Hochrisiko-Markt ist, Autoren haben daher auch alleine für den Erfolg ihres Buchs zu sorgen: „When you’re writing, you are in the creative space, but when you’re publishing – you have to come out“. Vor allem bei Übersetzungen sei höchste Vorsicht geboten, professionelle Angebote können aber schnell um die 8.000 $ kosten. Der richtige Moment für Selfpublisher sei daher erst, wenn man bereits eine Nachfrage in dem Zielland erreicht hat, oder wenn man einen Lizenznehmer für sein Werk interessieren kann.

Danach ging es für uns selbst auf die Bühne – Was ist Spubbles? Was genau machen wir? Und kann man sich uns eigentlich anschließen? Nachdem wir das tobende Publikum beruhigt und alle Interviewanfragen erledigt hatten, fand die Messe noch einen persönlichen Abschluss mit Karla Paul und der Vorstellung ihres Projekts Blogger für Flüchtlinge. Durch dieses Projekt wird nicht nur Spendengeld für die Flüchtlingshilfe gesammelt, sondern vor allem praktische Hilfestellung vermittelt und organisiert. Ein unterstützenswertes Projekt, das noch mehr Aufmerksamkeit verdient!

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