Spubbles Quickies #13

Alle zwei Wochen haben wir für euch den kommentierten Rückblick: Was tut sich aktuell in der Branche? Heute mit tolino books, Selfpublishern als Marke, absurden e-Books und erneut Funkes Verlagsausstieg …

Der Schritt in den Buchhandel

Tolino Media wagt den Schritt in Richtung Buchhandel und will nun starke Selfpublishing-Titel als gedruckte Bücher in den stationären Handel bringen. Die „Tolino-Allianz druckt Selfpublisher“ – zehn Titel werden im Taschenbuch-Format gedruckt und erscheinen unter dem Verlagslabel „tolino books“. Ob das dann tatsächlich noch Selfpublishing ist, ist fraglich, schließlich werden alle Titel unter dem Label zusammengefasst und haben somit zwar einen Wiedererkennungswert, aber eben auch ein Verlagsstempel. Denn Tolino Media übernimmt auch Lektorat und Grafik, der Autor gibt somit einige seiner Freiheiten auf. Dafür ist er aber im Buchhandel. Ein Ansatz ist es aber allemal.

Auf Indie-Publishing berichtet „Jördis Beatrix Schulz über Tolinos Selfpublishing-Aktivitäten“ und erklärt, warum die Initiative gestartet wurde und wie sie dazu steht, dass Tolino als Buchverlag auftritt.

Zusammenarbeit mit Verlagen

Dass Verlage aus dem Selfpublishing neue Ideen, Verkaufs- und Marketingstrategien schöpfen können ist inzwischen keine neue Erkenntnis mehr, dennoch wird dieses Potenzial noch nicht völlig ausgeschöpft. „Erfolgreiche Selfpublisher: Eine Goldgrube für Verlage“ – unter diesem Titel berichtete kürzlich das Börsenblatt von der erfolgreichen Schweizer Selfpublisherin Virginia Fox. Virginia Fox zeigt, dass es im Selfpublishing möglich ist, eine eigene Marke aufzubauen und tausende Bücher zu verkaufen.  Außerdem ist sie der Meinung, dass Verlage vor allem von verkaufsstarken Selfpublishern noch immer profitieren können, beispielsweise durch die Fanbase, eine hohe Veröffentlichungsfrequenz oder Rezensenten.

Funke erklärt sich

Cornelia Funkes Verlagsaustritt sorgte in der Presse für Unruhe, alle berichten über die Querelen der erfolgreichen Autorin mit ihrem US-Verlag Little, Brown. Funke hielt es nicht mehr aus, dass an ihrem neuen Band der Reckless-Reihe tiefgreifende Veränderungen vorgenommen werden sollten. In der Süddeutschen Zeitung erklärt sie nun genau, warum es Differenzen gab und warum diese so schwerwiegend waren, dass sie lieber einen eigenen Verlag gründete. „Der Verlag wollte kein offenes Ende“ ist dabei nur ein Grund unter vielen. Vielleicht hilft uns das Interview weiter nachzuvollziehen, warum auch Bestsellerautoren den scheinbaren Rückschritt wagen und lieber selbst verlegen.

E-Books, die man besser nicht kaufen sollte

Dass das Selfpublishing nicht nur schöne und lesenswerte Romane, Erzählungen und weiteres zu bieten hat, ist bei der Flut der Titel nicht weiter verwunderlich. Normalerweise gehen e-Books, die besser niemand lesen sollte, einfach in der Masse unter. Das ist dann auch nicht weiter schlimm. Nun hat sich jedoch ein Mitarbeiter der Süddeutschen Zeitung die Mühe gemacht, aus den Tiefen des Selfpublishings die absurdesten Perlen rauszufischen. Es bietet sich „Ein Überblick über absonderliche Werke der Selfpublishing-Branche„, in dem schonunglos Cover, Selbstbeschreibung des Autors sowie einige Lesermeinungen abgebildet werden. Ob das unbedingt sein muss – naja. Einige witzige Titel sind aber allemal dabei.

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