Fundstück: „Ich war immer ein Pfirsich“

Olga Janke

Wir wollen euch heute ein Fundstück vorstellen – ein Fundstück ist für uns Selfpublishing-Titel, der uns beim Stöbern auf verschiedenen Plattformen quasi vor die Füße gefallen ist.

Unser heutiger Fund ist die Kurzgeschichtensammlung „Ich war immer ein Pfirsich“ von Eva Tanner. Der Titel ist uns bei neobooks direkt ins Auge gesprungen und hat uns neugierig gemacht. Was versteckt sich dahinter? Fabel, Kinderbuch oder doch etwas ganz anderes? Unsere Neugier war gepackt und wir haben uns näher mit dem Buch und der Autorin auseinandergesetzt. Was dabei rausgekommen ist, stellen wir euch heute in einer Rezension und morgen in einem Interview vor.

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Cover von „Ich war immer ein Pfirsich“ © Eva Tanner

„Ich war immer ein Pfirsich“ hat 26 Seiten und umfasst 8 Kurzgeschichten. Das Genre lässt sich am ehesten auf Fantasy festlegen – mit einem gewissen melancholischen Touch. Die Geschichten sind unterschiedlich lang und variieren in ihrer Aussagekraft.

Einhörner auf der Arche?

Was hat zum Beispiel ein Einhorn mit einem Drachen gemeinsam? Richtig, sie sind beide ausgestorben. Dass beide jedoch zu verspielt waren, um rechtzeitig auf die Arche zu kommen, darauf würde man nicht unbedingt kommen. Aber die Herren waren ja ziemlich mächtig und außergewöhnlich, deshalb sind sie nicht auf die Idee gekommen, dass der kleine Regen und die panischen Tiere, die versuchen auf die Arche zu gelangen, ernst zu nehmen sind. Überheblichkeit wurde ihnen zum Verhängnis.

Der schüchterne Birkenbär

Eine andere Geschichte befasst sich mit dem Birkenbär, einem imaginären Wesen, welches sich aus Angst vor den Menschen und der Welt nicht von seiner Birke herunter traut. Trotz seines neu entfachten Eifers den Menschen zu helfen, und sich diesen anzunähern, sehen sie ihn nicht. Wie überwindet man seine zurückhaltende Art? Ganz einfach: Das richtige Vorbild muss her. Und wer ist schon besser geeignet als eine Katze, die ganz gleichgültig das tut was sie will…

Fazit

Die Charaktere sind häufig emotional befangen und müssen erst eine Entwicklung durchleben, um sich von ihrem vergangenen (schwachen) Ich zu lösen. Andere sind in einer Art Schwebezustand oder blicken der Zukunft entgegen. Manchmal ist der Sinn nicht wirklich nachvollziehbar, ebenso ist das Anforderungsniveau schwer zu verordnen. Die Geschichten gleichen teilweise Erzählungen aus einem Kinderbuch, jedoch wäre dann der meist melancholische Schluss nicht wirklich passend.

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