Spubbles Quickies #10

Alle zwei Wochen haben wir für euch den kommentierten Rückblick: Was tut sich aktuell in der Branche? Heute mit digitalen Werbeträgern, e-Book Marketing, Charts und Selfpublishing in Bibliotheken …

Werbung im e-Book

Fernsehen, Radio und Internet sind voll mit Werbung. In Büchern wurde man – mit einigen Ausnahmen zur Bewerbung weiterer Verlagstitel ganz hinten – bisher verschont. Ob das bei e-Books dauerhaft so bleiben kann, ist schon länger fraglich. Das Börsenblatt stellt sich deshalb die Frage der Zukunft: „Unterbrechungsfreies Lesen oder doch Werbung in E-Books„. Ein e-Book wäre als digitaler Werbeträger geeignet, würde dem Leser aber wahrscheinlich weniger gut gefallen. Und können eigentlich auch Autoren und vor allem Selfpublisher von Werbung in ihren e-Books profitieren, oder ist Werbung eine Idee, die doch hauptsächlich die großen Verlage anspricht?

 

Überblick trotz Überflutung

Die FAZ nimmt sich dem Problem der unendlich vielen Selfpublishing-Titel bei Amazon an und betreibt „Bücherfischen in Amazons Tiefen“ – mit Hilfe von e-Book Dschungel. Oder besser gesagt, es wird sich die Frage gestellt, wie eigentlich auch Autoren, die nicht die besten Selbstvermarkter sind, eine Chance beim Selfpublishing haben. E-Book Dschungel ist eine Website, die verspricht, systematisch Amazon zu durchforsten und genau das richtige, unbekannte Buch zu finden. Dadurch soll verschollenen Werken eine zweite Chance gegeben werden. Es wird also rausgefischt, was bisher niemand gekauft hat. Klingt für Autoren sicher erstmal ganz gut. Allerdings ist das ganze Modell mit Amazon verbunden und es geht deshalb wahrscheinlich tatsächlich mehr um Verkäufe, als unbeachteten Titel neuen Aufschwung zu verschaffen.

 

Tolino-Allianz mit eigenem Ranking

Die Tolino-Allianz startet ihr eigenes Ranking, das sich aus den Verkaufsdaten der Partner zusammensetzt. Die sogenannten „Tolino eBook Bestseller“ erfassen digitale Bestseller, klassische Verlagstitel aber auch Prosa von Selfpublishern. Wöchentlich werden die 20 meistverkauften Titel ermittelt. lesen.net lobt das gemeinsame Ranking und vor allem die Listung von Selfpublishern. Noch ganz könne das Ranking nicht mit den Kindle-Charts mithalten, an Aussagekraft würde es aber dennoch nicht mangeln. Also erstmal weiter so!

 

Selfpublishing in Bibliotheken

Warum wollen Bibliotheken scheinbar nichts von Selfpubishing wissen? Liegt es an den gängigen Vorurteilen? Der (angeblich) mangelnden Qualität? Der Unübersichtlichkeit der Menge an Werken? The digital Reader widmet sich jetzt konkret der Frage „Why Librarians Don’t Want Your Self-Published Book“ und stellt unter anderem heraus, dass Bibliothekare vor allem durch Zeit und Budget extrem eingeschränkt sind. Also ein ähnliches Problem, dem sich bekanntermaßen auch Buchhändler gegenüber sehen. Doch auch das Problem der Qualitätskontrolle schlägt sich durch. Doch es gibt, zumindest in den USA, schon Bibliotheken die dem trotzen und in selbstpublizierte Bücher investieren.

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