Wir sagen Tschüss und Danke

Das Semester hatte noch nicht richtig angefangen, da sorgte eine Nachricht am Mainzer Institut für Buchwissenschaft für Unruhe: Juniorprof. Dr. David Oels, der unter anderem das Selfpublishing-Projekt ins Leben gerufen hatte, aus dem unser Blog hervorging, verlässt zum Herbst die Gutenbergstadt. Ein bisschen hat der rheinhessische Geist anscheinend abgefärbt: Während wir am Ende unseres Projekts noch mit dem Programmpunkt „Dosenbier und Buletten“ beglückt wurden, wurde das gastronomische Repertoire nach seiner „Vorlesung zum Abschied“ gestern Abend im Philosophicum stilecht mit Spundekäs und Wein aufgestockt.

Spubbles wäre jetzt nicht das, was es ist, hätten wir uns nicht im Wintersemester bemühen müssen, in unserem Seminar etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Zugegeben, da gab es hier und da manchmal kleinlauten oder gar lautstarken Protest, wenn wir von unserem Juniorprofessor plötzlich ohne Kompass und Karte in den Dschungel geschickt wurden. Aber der eine merkte es früher, der andere später: Selber denken macht schlau. Pauken ohne wirklich was zu lernen, nur um die Klausur zu bestehen, war bei diesem Kurs und vor allem bei diesem Dozenten mit Sicherheit auszuschließen. Oder mit seinen eigenen Worten: „Ein geisteswissenschaftliches Universitätsstudium muss neben der Vermittlung von Wissen und diversen Kompetenzen vor allem zur intellektuellen Selbstständigkeit anleiten“.

Jawoll, das finden wir auch. Und übrigens nicht nur wir. „Mehr solcher Projekte! Mehr solcher Dozierende! Mehr Freiheit für die (studentische) Wissenschaft!“ wurde via Twitter jubiliert.

Jetzt werden es also nicht mehr, sondern einer weniger. Das ist sehr schade. Aber wir freuen uns, dass wir ein Stück des Weges mit David Oels durch unser Studium gehen durften. Denn was gibt es Langweiligeres, als – Rüssel an Schwanz – über asphaltierte Pfade durch den Modulplan zu trotten.

Wir wünschen ihm alles Gute und hoffen, dass ihm sein Mut zu neuen und ungewöhnlichen Ideen auch an der Spree erhalten bleibt – und verabschieden ihn mit einem großen Dankeschön!

Team Spubbles

Advertisements

Ein Kommentar zu “Wir sagen Tschüss und Danke

  1. Was soll ich sagen – nach der Rückkehr vom „Chateau Migraine“? Vielen Dank, es hat viel Spaß gemacht mit Ihnen und dass spubbles weiterlebt, ist wirklich toll! Weiter so und halten Sie mich gern auf dem Laufenden bei dem, was Sie so tun . . . David Oels

    Gefällt 2 Personen

kommentieren

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s