Tredition

Die neue Self-Publishing-Studie 2015 zeigt, dass 61,92% der Selfpublisher ihre Bücher über einen Dienstleister vertreiben lassen und 54,46% über einen Direktanbieter wie Amazon, Tolino oder Apple gehen.

Der Markt für Selfpublishing-Dienstleister ist also vorhanden, wobei jeder Anbieter andere Voraussetzungen mitbringt. Die Angebote unterscheiden sich und die Unternehmen sind unter verschiedenen Bedingungen entstanden, woraus eine jeweils eigenständige Herangehensweisen an das Thema Selfpublishing hervorgeht.

Neobooks kam beispielsweise aus der Community-Ecke, Tolino (eigentlich ein Direktanbieter) aus der Buchhandels-Ecke und Tredition, vielleicht am ehesten aus der Start-up-Ecke.

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© tredition.de

Tredition ist kein reiner Selfpublishing-Dienstleister, sondern auch auf anderen Gebieten tätig.

Neben dem vielfältigen Angebot für Selfpublishing-Autoren, das unter anderem die typischen Dienstleitungen wie Vertrieb der e-Books und Printausgaben enthält, gibt es auch eine Sparte für Unternehmenslösungen. Hier werden White-Label-Shops, also IT-Lösungen, angeboten, die von der Komplettlösung für andere Selfpublishing-Anbieter bis zur Unterstützung von Hochschulen bei Buchreihen helfen sollen.

Unter anderem findet man ebenfalls unter dem Dach von Tredition das Online-Fachmagazin indition. Das sich, grob gesagt, um das Potenzial der Branche dreht ­(auf jeden Fall mal einen Blick wert). Und natürlich einen Blog, den Tredition in die Themen Autoren, Experten, Marketing-Tipps, Lesungen und „in eigener Sache“ teilt. Super übersichtlich, recht informativ und interessant (ebenfalls einen Blick wert).

Was bietet Tredition nun also den Autoren?

Auf ihrer Internetseite findet sich ein genauer Leitfaden für die Veröffentlichung sowie klare Informationen zu den Provisionen und Kosten der Autoren. Die Marketingoptionen sind vielfältiger als bei anderen und auch eine Pressenmitteilung ist im Veröffentlichungspaket mit eingeschlossen. Es wird auch auf die Bedeutung des Buchhandels als Vertriebsweg eingegangen, den Tredition über die Barsortimente beliefert. Dadurch liegt das Buch zwar noch nicht im Laden, ist aber für jeden noch so kleinen Buchhändler ohne Probleme bestellbar.

Bei jedem Schritt, den man auf der Tredition-Website macht, wird dem potentiellen Kunden erklärt, warum bestimmt Punkte beim Veröffentlichungsprozess wie laufen müssen. Das gesamte Konzept wirkt offen, innovativ, transparent aber auch etwas belehrend.

Es gibt Distributoren, die näher an der Verlagsarbeit sind als andere. Bei Tredition ist die Distanz im Bezug auf das Selfpublishing-Angebot weniger weit. So bieten sie beispielsweise eine Buchprüfung vor Veröffentlichung, dabei handelt es sich um kein professionelles Lektorat oder Korrektorat, aber dennoch um eine Art der verlegerischen Qualitätskontrolle. Weiter bieten sie kostenlose Pressearbeit und Marketing für jedes Buch, das über sie veröffentlicht wird.

Und nicht zu vergessen, Tredition vertreibt auch selbst Bücher, indem sie sich dem Projekt Gutenberg DE angeschlossen haben. Sie verwandeln die digitalen, lizenzfreien Klassiker in Printbücher und verkaufen sie, wobei 15% des Erlöses wieder an das Literaturprojekt zurückfließt.

Nicht falsch verstehen, Tredition ist trotzdem kein Verlag, sondern ein Dienstleister, der aber näher an der verlegerischen Arbeit ist, als beispielsweise neobooks, die erfolgsversprechende Autoren an die konzerninternen Verlage weiterreichen.

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