Wer kennt eigentlich eBuch?

Ann-Christin Schulz

spb_Leipzig_ohneNein, das ist weder ein Rechtschreibfehler noch eine Eindeutschung des Wortes E-Book. Bei der eBuch eG handelt es sich um die größte Verbundgruppe im deutschsprachigen Sortimentsbuchhandel mit über 650 Mitgliedern. Am 12.03.15 fand auf der Leipziger Buchmesse ein Bühnengespräch im Forum autoren@leipzig zwischen Iris Kirberg, Marketing-Leiterin bei BoD, der Erfolgsautorin Emily Bold sowie einer Buchhändlerin aus der Verbandsgruppe statt. Moderiert wurde das Gespräch von Wolfgang Tischer (literaturcafe.de).

eBuch ist ein elektronischer Dienstleister für Buchhändler, der die Kunden wieder in die stationären Buchhandlungen locken will. Auch für Selfpublisher kann er durchaus interessant sein, denn er bietet Selfpublishingautoren eine Möglichkeit, ihre Bücher in die Buchhandlungen zu bringen, wenn sie Kunden von BoD sind. Emily Bold, die über Kindle Direct Publishing mit historischen Liebesromanen erfolgreich wurde, ist ein gutes Beispiel dafür, dass es für Selfpublisher möglich ist, ihre E-Books als Printausgaben in einer Buchhandlung zu verkaufen. Sie hatte zuerst kein Interesse an Printausgaben ihrer Bücher, doch sie probierte es aus, nachdem BoD seine Preise gesenkt hatte. eBuch bietet Autoren an, einen ihrer Titel für 69 € in 5 Buchhandlung zu platzieren. Diese Buchhandlungen befinden sich in der Region in der der Autor wohnt, um dem Autor eine lokale Vermarktung zu erleichtern. Die Nähe des Kunden zum Selfpublisher wird durch Networking zwischen Kunden, Buchhandlung und Autor gefördert. Emily Bold berichtete beispielsweise, dass Kunden in der Buchhandlung nach einem signierten Exemplar fragten und dies durch die Kommunikation der Beteiligten möglich wurde. Eigenengagement muss natürlich trotzdem gezeigt werden, beispielsweise durch Lesungen oder Signierstunden vor Ort.

Selfpublishingbücher in Buchhandlungen – das ist etwas was man nicht häufig sieht. Die Buchhändlerin sagte dazu, dass das größte Problem für Selfpublishingbücher meist ihre Ausstattung sei. Besonders Sachbücher müssten professionell aussehen um vertrauenswürdig zu wirken. Die Graphiken und Fotos sollten möglichst outgesourct und von Profis hergestellt werden. Bolds Lektorat, Korrektorat und Grafikdesign sourct sie nach eigenen Angaben inzwischen aus, sodass ihre Bücher konkurrenzfähig zu Verlagsbüchern sind. Sie vertreibt ihre Bücher allerdings immer noch hauptsächlich als E-Books, Printausgaben nur nebensächlich. Das wiederum ist tatsächlich reine Geschmackssache.

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