Aus der Redaktion

Das Projekt Spubbles, das sind nicht nur sechs mehr oder weniger unabhängig voneinander mit Forschung und Lehre herumexperimentierende Kleingruppen. Auch das Blog selbst, auf dem wir auf unterschiedliche Weise davon berichten, was wir tun und wie, ist Teil des Experiments. Von Anfang an war klar, dass wir – als Projekt, aber auch als Studierende der Buchwissenschaft – erreichen wollen, dass auch anderswo über uns gesprochen wird. Nur, wie stellt man das eigentlich an?

Eine erste Maßnahme war die Einbindung unserer Gäste. Es war also kein Zufall, dass wir diesen großzügig Platz auf unserem Blog einräumten. Nach dem Prinzip „Eine Hand wäscht die andere“ stellten wir nicht nur sie, sondern sie auch uns vor. Die Tweets von Profi-Selfpublisher Michael Meisheit und auch das Blog vom Leipziger IDEEKARREE zeigten ihre Wirkung in unserer Besucherstatistik.

Besser spät als nie machten wir uns außerdem Gedanken, welche Multiplikatoren wir sonst noch in Bewegung setzen könnten. Passend zur Veröffentlichung von „Midori – Trug und Schein“, dem Selfpublishing-Experiment unserer Projektgruppe 3, bescherte der Mail-Verteiler unseres Institutes eine geradezu phänomenale Klick-Explosion. Eifrige „gefällt mir“ und „teilen“ Klicks aus sämtlichen Projektgruppen trugen ihr Übriges dazu bei, nicht nur den eBook-Verkauf anzukurbeln, sondern auch die Besucherzahlen von einem Tag auf den anderen und für eine kleine Weile zu vervielfachen. Überhaupt ist Facebook nach wie vor unser bester Freund, wenn es darum geht, Besucher auf unsere Seite zu lotsen.

Aber der Effekt nutzt sich natürlich ab. Während der erste „Guckt mal unser Projekt an!“-Post noch auf reges Interesse stößt, lässt sich das natürlich nicht beliebig oft wiederholen. Und die wenigsten der so angelockten Besucher kommen regelmäßig zurück. Komischerweise interessieren sich die entfernten Bekannten, mit denen man in Sidney auf der Hostel-Veranda Cocktails geschlürft hat, nicht so richtig für Buchwissenschaft. Und unter den Mädels aus dem Hockey-Club soll es sogar welche geben, die wissen gar nicht, was Selfpublishing ist. Die Erwähnung auf der Campus Mainz Seite beliefert uns seit zwei Wochen kontinuierlich mit Zulauf, das Wort „Selfpublishing“ im Titel wurde aber sicherheitshalber nachträglich durch „Publizieren ohne Verlag“ ersetzt (und das ist vermutlich auch gut so).

Immerhin schafften wir es ziemlich schnell, unter bestimmten Schlagwort-Kombinationen bei Google nach vorne zu kommen. Aber auch das hilft natürlich nur, wenn zufällig gerade jemand nach der richtigen Schlagwort-Kombi sucht – und zufällig tat das tatsächlich jemand. Vor knapp zwei Wochen trudelte eine Mail mit dem Titel „Presseanfrage für die FAZ“ bei uns ein. In einem einstündigen Expertengespräch hatten wir Gelegenheit, mal so richtig kompetent von unserem Projekt und unseren Erkenntnissen zu berichten. Gut, von den richtig kompetenten Äußerungen stand dann am Ende zwar recht wenig in dem Artikel „Der Traum vom eigenen Buch“, und auch den Hinweis auf unser Projekt (von unserem Blog ganz zu schweigen) können nur Eingeweihte als solchen erkennen – aber hey. Dabei sein ist alles.

Und völlig vergeblich waren die Mühen ja trotzdem nicht. Immerhin hatte unser Herr Juniorprofessor endlich mal Gelegenheit, herauszufinden, wie die Freisprecheinrichtung an seinem Büro-Telefon funktioniert.

Halten wir also fest: Öffentlichkeitsarbeit für ein Blog ist gar nicht mal so einfach und oft genug irgendwie eine sehr undankbare und frustrierende Angelegenheit. Aber auch wenn wir so allmählich auf das Ende des Semesters zuschippern …

Da geht noch was. Ganz bestimmt.

Advertisements

kommentieren

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s