Selfpublishing– Neue Herausforderung für Autoren

Sarah Knußmann

Selfpublishing erleichtert Verfassern von Büchern den Weg ihre Skripte für die breite Masse zugänglich zu machen. Dieser neue Kanal schafft nicht nur ein Portal für alteingesessene Schreiberlinge, sondern erschafft zusätzlich zahlreiche neue Buchautoren. All jene Verfasser versuchen sich heut zu Tage als ernsthafte Autoren zu etablieren. Doch was muss ein aktueller Autor beachten um sich im Selfpublishing Markt durch zu setzen?

Um diese Frage zu beantworten haben wir uns mit zwei der erfolgreichsten deutschen Selbstverlegerinnen  Marah Woolf und Emily Bold beschäftigt. Sebastian Bröhm ebnete uns den Weg in die Materie, indem er uns ein literarisches Porträt von Marah Woolf zeichnete. Als Äquivalent zu Marah Woolf stellte uns Jan Budde Emily Bold vor und führte uns mit Hilfe ihrer Vita durch ihr Leben und Wirken.

Dabei zeigte sich, dass beiden Verlegerinnen das Internet als wichtigstes Marketinginstrument dient. Internetauftritte wie eigene Webseiten oder die Präsenz  in den sozialen Netzwerken sind essenzielle Mittel zur Selbstdarstellung von Selfpublishern. Um ihren  Bekanntheitsgrad zu steigern bauen sie nicht nur den Kontakt zum Leser auf, sondern beziehen sie auch in den Schaffensprozess ihrer Bücher ein. Eine lebhafte Diskussion ergab sich durch die unterschiedlichen Charakteristika der Schriftstellerinnen. Während Marah Woolf eine für uns authentische Autorin verkörperte, weckte Emily Bold eher den Eindruck gebrieft worden zu sein. Ob sich dieser Umstand durch die Vorbehalte von uns Buchwissenschaftlern gegenüber der engen Zusammenarbeit mit Amazon ergab, oder ob das Zusammenspiel ihrer Literatur und ihres Auftretens ein negatives Bild bei uns erzeugte konnten wir nicht bestimmen. Fest stand für uns nur, dass Emily Bold durch ihren Rechteabtritt an Amazon ihre internationale Zukunft in die Hände des Internetriesen gelegt hat.

Um der Sitzung von kommender Woche nichts vorweg zu nehmen kamen wir zurück zu unserem eigentlichen Thema. Weitere Beispiele für Erfolgskriterien von Selfpublishern waren für uns das richtige Outsourcing von Arbeitsschritten (zum Beispiel das Lektorat) und der passende Mix der verschiedenen Distributoren. Letzteres vertieften wir durch Hilfe unserer Tutoren, die uns die einzelnen Distributoren für E-Book bzw. Print Ausgaben vorstellten und dessen Vor- und Nachteile darstellten. Zum Abschluss unserer Sitzung entstand eine neue Diskussion über die Zukunftsaussichten von Selfpublishern. Wir kamen zu dem Schluss, dass Selfpublisher sich organisieren müssten um somit mehr Einfluss und vor allem einen Zugang zum stationären Buchhandel zu erhalten.

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